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Alt 24.06.2009, 09:44   #1   Druckbare Version zeigen
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Hydratation von Ionen - Verständnisproblem bzgl. der Energie

Hallo!

Ich beschäftige mich gerade mit Lösungsvorgängen und habe bei dem Thema Dissoziation / Hydratation ein Verständnisproblem bzgl. der Energie (denke ich).

Die Vorgänge der Dissoziation und Hydratation sind doch immer aneinander gekoppelt. Wird ein Salz in Wasser gegeben, dissoziiert es in einzelne Ionen und an diese Ionen werden wiederum Wassermoleküle angelagert, was man Hydratation nennt.

Man muss die Gitterenergie aufbringen, um Ionen aus dem Ionengitter zu lösen. Soweit hatte ich das Thema verstanden. Doch dann wird es für mich unklar:

Wasser sind Dipole und lagern sich entsprechend ihrer Teilladung an ein Ion an. Wenn ich mir nun vorstelle, dass an ein negativ geladenes Ion die positive Seite eines Wassermoleküls "andockt", wird doch noch keine Energie frei, oder?
Andererseits steht in meinem Buch, dass durch "Anlagerung und der anschließenden vollständigen Umhüllung der Ionen" durch die Wassermoleküle Energie frei wird, die man Hydratationsenergie nennt.

Mir ist das aber irgendwie nicht klar. Ein Dipol wie Wasser neigt dazu, sich an ein entsprechend gegensätzliches Ladungsstück anzulagern, ja. Aber wieso "überträgt" diese Anlagerung Energie?

Erst dachte ich, dass die frei werdende Energie bei der Hydratation dadurch bedingt ist, dass die Gitterenergie in sozusagen ganz viele kleine Einzelenergien zerlegt wird, die dann in der Lösung mit den Hydraten "mitschwimmen". Aber das kann ja nicht stimmem, denn die Energie muss ja schon VOR dem letztlichen "Ablösungsvorgang" erbracht werden (sonst würde sich das Ion doch gar nicht lösen)...
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