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Alt 22.06.2009, 18:05   #6   Druckbare Version zeigen
ricinus Männlich
Moderator
Beiträge: 23.862
AW: Metalle und Salzkristalle

Die Metallbindung kannst du dir wie folgt vorstellen : die Metallatome haben alle 1 oder mehrere Valenzelektronen abgegeben. Diese bilden ein "Elektronengas", in das die Metallionen eingebettet sind. Die Elektronen drum herum sind vollständig delokalisiert. Wenn du das Metall nun biegst oder sonstwie verformst, ändert sich die Anordnung der Metallionen. Diese sind aber immer noch "eingebettet" in das insgesamt negativ geladene Elektronengas. Zwischen einzelnen Metallionen hast du also immer noch negative Ladung, die bewirkt, dass sich die Metallionen nicht abstossen und sozusagen ein Metallion von seinen Nachbarionen abschirmt.

In Fall der Ionenbindung hast du aber positiv und negativ geladene Ionen, die sich in einer starren Anordnung, dem Kristallgitter, gegenseitig an ihren Plätzen festhalten durch gegenseitige Anziehung. Jedes Ion hat als nächste Nachbarn Ionen der entgegengesetzten Ladung. Wenn du nun versuchst, den Kristall zu biegen, verschiebst du eine Ebene mit Ionen gegen die darauf- und darunterliegende Ebene, so dass die Ionen plötzlich als nächste Nachbarn Ionen derselben Ladung haben. Diese stossen sich dann ab, und das Gitter bricht auseinander. Das erklärt die Sprödigkeit von Salzkristallen im Vergleich zur Verformbarkeit eines Metalls.

lg

EDIT zu langsam...
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"Old geochemists never die, they merely reach equilibrium." (Antonio C. Lasaga ?)
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