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Alt 08.06.2009, 21:31   #5   Druckbare Version zeigen
FK Männlich
Moderator
Beiträge: 60.898
AW: Radikalische Substitution

Dabei ist es gar nicht so schwer.

Gucken wir uns ein Chlor- und ein Iodmolekül an.
Dioe I-I-Bindung ist ziemlich schwach und geht leicht auseinander. Die Cl-Cl-Bindung ist stabiler und braucht mehr Energie zur Spaltung.

Also werden die Iodatome (Iodradikale) viel leichter gebildet.

Aber jetzt kommt der Knackpunkt: das Atom (Cl oder Iod) soll ein H-Atom von einem Kohlenstoffatom entfernen. Auch dazu ist Energie notwendig. Die muss irgendwo herkommen. Z. B. von der Bildung des Halogenwasserstoffs:

-C-H + Cl. -> -C. + HCl Bei der Bildung von HCl wird viel Energie frei: geht.
Das Gleiche mit Iod: leider wird hierbei nicht sehr viel Energie frei: reicht nicht.

Also: zum Spalten der Iod-Iod-Bindung braucht man wenig Energie. Leider kriegt man die nicht wieder raus, wenn Iod mit dem H-Atom des Ethans reagiert.
Mit Chlor ists umgekehrt: es kommt mehr Energie raus, als man reinstecken muss.

Der letzte Schritt
-C. + I-I -> -C-I + I. (Alkylradikal + Iod gibt Iodalkan + Iodatom)
(analog mit Chlor) kann es auch nicht rausreißen.

Gruß,
Franz
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