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Alt 06.04.2009, 22:39   #13   Druckbare Version zeigen
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AW: fällung von gold

Zitat:
tja ich probiers mal mit kupfer der versuch der fällung mit SO2 ist nämlich gescheitert
Fällen als Metall mit SO2 hat bei mir immer funktioniert. Ich vermute, Du hast zu schnell aufgegeben. Die Reaktion, besonders bei verdünnten Goldlösungen (1- 5 g Au/Liter) braucht etwas Zeit, besonders in Gegenwart von viel Kupfer, das durch SO2 ebenfalls reduziert wird, nämlich zu Cu(I). In salzsaurer Lösung liegt dieses als lösliches CuCl2- vor, das seinerseits Au(III) in AuCl4- zum Metall reduziert. Durch Zugabe von wenig Jodid zur Lösung (Grössenordnung 1 Molprozent bez. Au) kann die Goldfällung deutlich beschleunigt werden. Statt SO2 einzuleiten kannst Du eine äquivalente Menge Natriumsulfit in kleinen Portionen allmählich zudosieren. Wichtig ist auch, dass während der Reaktion die Temperatur der wässrigen Lösung nicht zu hoch ist. In siedendem Wasser löst sich praktisch kein SO2!
Alternativ kannst Du gelöstes Gold mit Ascorbinsäure reduzieren. Eine weitere Methode, die ebenfalls gut funktioniert, ist die Reduktion von AuCl4- in saurer Lösung mit Oxalsäure. In Gegenwart grösserer Mengen Kupfer wird dabei unter Umständen auch schwer lösliches, sehr fein verteiltes hell-türkisblaues Cu(II)-oxalat gebildet, das nachträglich vom ausgefallenen Gold abgetrennt werden muss.
Schliesslich lässt sich Tetrachlorogoldsäure aus wässriger Lösung mit Di-n-butylether in die organische Phase extrahieren. Cu2+ bleibt zurück in der wässrigen Phase. Analog kannst Du gelöstes AuCl4- auf einem stark basischen Anionenaustauscher in Chloridform quantitativ absorbieren, wobei Kupfer ebenfalls gelöst bleibt. Harzverbrauch: Pro Gramm Gold ca. 10 g Harz. Nach vollständigem Verbrennen und Veraschen des beladenen und gewaschenen Harzes verbleibt ein schwammartiger Rückstand von metallischem Gold.

Viel Erfolg und Grüsse, freechemist
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