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Alt 23.03.2009, 22:32   #6   Druckbare Version zeigen
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AW: Königswassersynthese

Gold-Silber-Legierungen mit einem Silberanteil von 15 bis maximal ca. 20% lösen sich in Königswasser. Silber fällt aus als schwer lösliches AgCl. Höherer Silbergehalt der Legierung führt zu Passivierung der aufzulösenden Legierung. Königswasser ist eine Mischung aus 1 Volumenteil konz. HCl und 3 Volumenteilen konz. HNO3.
Gold-Silber-Legierungen mit bis zu maximal ca. 20% Gold lösen sich in Salpetersäure. Gold bleibt ungelöst zurück und kann nach Filtrieren, Waschen und ev. Trocknen in Königswasser gelöst oder aber eingeschmolzen werden.
Gold-Silber-Legierungen, deren Zusammensetzung zwischen diesen Extremen liegt, werden meist mit zusätzlichem Silber auflegiert (zusammen geschmolzen), bis ihr Goldgehalt bei maximal 20% liegt. In der althergebrachten "Probierkunst" nennt man diesen Vorgang die Inquartation.
In Königswasser gelöstes Gold kann nach Abrauchen überschüssiger HNO3, Verdünnen und Filtrieren der Lösung sehr gut mit SO2, erzeugt durch Zugabe von Natriumsulfit zur sauren Lösung, reduziert werden:
2 AuCl4- + 3 SO32- + 3 H2O => 2 Au-Metall + 3 SO42- + 6 H+ + 8 Cl-

Gruss, freechemist
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