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Alt 09.03.2009, 20:40   #1   Druckbare Version zeigen
Godwael Männlich
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Blog-Einträge: 12
Nachhaltigkeit, Effizienz und der intrinsische Wert der Wale

- Auf Wunsch von Moritz -

Natürliche Ressourcen nachhaltig zu bewirtschaften ist beileibe keine neue Idee. In der Forstwirtschaft, in der schon seit dem 15. Jahrhundert regional der Rohstoff knapp wurde, setzte sich das Konzept der "nachhaltenden Nutzung" im 18. Jahrhundert durch:

Jede weise Forstdirektion muss daher die Waldungen [...] so hoch als möglich, doch so zu benutzen suchen, daß die Nachkommenschaft wenigstens ebensoviel Vorteil daraus ziehen kann, wie sich die jetzt lebende Generation zueignet.

Ende der 80er Jahre schlug ein Herr Brown vor, eine Wirtschaftsweise als nachhaltig zu bezeichnen, die Ressourcen effizient nutzt. Die also langfristig aus einer Ressource mehr Gewinn zieht als sie Schaden verursacht. Damals brachten Ökonomen das scheinbar nahe liegende Gegenargument auf, dass es mehr jährliche Rendite bringt, alle Wale abzuschlachten und den Gewinn in Aktien anzulegen, als die Walbestände nachhaltig zu bewirtschaften.

Dagegen könnte man einwenden, dass die Existenz der Wale an sich einen intrinsischen Wert darstellt, aber darüber lässt sich bekanntlich streiten. Viel wesentlicher ist die nachträgliche Einsicht, dass dieses Vorgehen auch im Sinne der zugrunde liegenden Definition nicht nachhaltig war. Hätte man das damals tatsächlich gemacht, wäre das Geld jetzt weg – und die Wale auch.

Wo war der Denkfehler?

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Quelle: Fischblog - Naturwissenschaft und mehr
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