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Alt 25.02.2009, 15:43   #4   Druckbare Version zeigen
uhu111  
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Themenersteller
Beiträge: 4
AW: Wasserstofffreisetzung bei Reaktion von Zirkonium+Wasser

Und nun noch eine andere Frage. Um mich verständlich zu machen, hole ich etwas aus.

Ich führe in einem anderen öffentlichen Forum eine Diskussion über die mögliche Menge entstehenden Wasserstoffs in Folge einer Kernschmelze in einem Druckwasserreaktor in Deutschland. (Gefahr einer Wasserstoffzündung)

Meine Quelle ist eine Vorlesung (etwas größere Datei) des Lehrstuhls für Reaktorsicherheit und –technik (LRST) RWTH Aachen

Und nun pirsche ich zu meiner 2. Frage.
Bei einer Kernschmelze entsteht nicht nur Wasserstoff durch die Reaktion der Brennstoffhüllen (Zirkonium) mit heißem Wasserdampf, sondern in einer späteren Phase kommt es u.a. auch zu einer Reaktion zwischen Eisen (Beton) und Wasserdampf, bei dem Eisenoxid und Wasserstoff entsteht. (Ca. 600 kg H2, Lehrstuhl Aachen)

Die Formeln, die Aachen angibt lauten:
Fe+H2O --->FeO+H2 (S.81) und
2Fe+3H2O --->Fe2O3+3H2 (S.79)

Mein Diskussionspartner behauptet nun, dass unter Hitze Eisenoxid durch Wasserstoff zu Eisen reduziert wird. Also der Wasserstoff somit gar nicht zur Entzündung gelangen kann. Als Quelle dient ihm das:

http://mattson.creighton.edu/PipetteRxn/index.html

Fe2O3(s) + 3 H2(g) 2 Fe(s) + 3 H2O(g)

Da sitze ich ja nun da.
Weiß jemand, was richtig ist?

Ich bin mit den Umkehrungen der Reaktionen schwerst überfordert.
Ich weiß nicht, welche Reaktion stattfindet.

Ensteht der Wasserstoff? Wird aber sofort wieder zurückverwandelt?

Vielen Dank, uhu
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