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Alt 21.01.2009, 16:31   #3   Druckbare Version zeigen
Distickstoffoxid Männlich
Mitglied
Beiträge: 392
AW: nmr-spektroskopie

Zunächst zum Dimethylether:
Ja. Die Substanz gibt nur ein Peak, da alle 6 Protonen gleich vom Sauerstoff entschirmt werden.
Das gleiche gillt z.B. für Aceton oder Benzol. Die Stoffe geben nur ein Signal wegen der Symetrie.


Aus einem einfachen 1H-Spektrum lässt sich nicht sofort die Substanz ablesen. Vielleicht mit viel Erfahrung. Jedoch lassen sich viele Vermutungen schon recht präzise treffen. Einige Signale sind sehr Charakteristisch.
Habe ich z.B. so im Bereich um 8ppm ein paar Signale, habe ich vermutlich einen Aromaten vorliegen.
Ich weiß nicht, ob du mit der Spin-Spin-Kopplung vertraut bist, aber die Aufspaltung von Signalen hilft einen da hingegen auch viel weiter.

Um eine präzise Strukturaufklärung zu treffen kann man jedoch auch andere Spektren zu Rate ziehen. z.B.: 13C-Spektren oder DEPT (Damit lässt sich sagen, ob ein C-Atom im 13C-Spektrum primär, sekundär oder tertiär ist. Es gibt auch sogenannte 2D-Spektren (z.B.: HSQS, HMBC) mit ihnen lässt sich oft eine vollständige Strukturaufklärung treffen.

Ergo:
Ja mittels NMR-Spektroskopie kann man die Struktur unbekannter Substanzen ermitteln. Hilfreich sind dazu auch Spektrenkalkulationsprogramme (z.B.: Kostenpflichtiger tool bei ChemSketch) oder ergänzungsmessungen zu 1H und 13C.



*edit*
Falls du ein paar übungsspektren für deinen Vortrag brauchst, versuchs mal hier:
Ach ja. Falls du ein paar Übungsspektren für deinen Vortrag brauchst versuchst mal hier:

http://riodb01.ibase.aist.go.jp/sdbs/cgi-bin/direct_frame_top.cgi
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Früher bin ich immer zuspät gekommen. Heute heißt das c.t. :)
Ich kann Farben ändern!
mfg lachgas

Geändert von Distickstoffoxid (21.01.2009 um 17:00 Uhr)
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