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Alt 14.01.2009, 13:56   #1   Druckbare Version zeigen
Meinz  
Mitglied
Themenersteller
Beiträge: 21
Synthese von Natrium

Hallo Forum,

Ich wusste leider nicht ob ich mit diesem Thema besser in der anorganischen Chemie oder in der Elektro Chemie aufgehoben bin, deshalb stelle ich hier meine Frage.

Ich habe vor kurzem einige spannende Experimente mit Natrium gemacht, doch leider neigt sich mein Vorrat dem Ende zu. Ich könnte jetzt zwar theoretisch einfach neues kaufen, aber mich hat jetzt der Ehrgeiz gepackt Natrium selbst herzustellen. Über Wikipedia kam ich schnell auf die Schmelzflusselektrolyse von NaCl nach dem Downs-Verfahren (http://www.seilnacht.com/referate/elektro1.htm#Downs) zu der ich aber noch einige Fragen habe:

1. Wieso muss die Kathode von einem Stahlnetz umgeben sein? Reicht es nicht aus die Anode räumlich zu trennen, sodass kein Chlorgas an die Kathode kommt?

2. Wie wird das flüssige Natrium abgesaugt ohne dass NaCl Schmelze mitgesaugt wird?

3. Wo genau sammelt sich das flüssige Natrium? Schwimmt es auf der Schmelze oder bleibt es im Stahlnetz hängen? Von was für einer Rinne ist da die Rede?

4. Wie verhindere ich, dass das entstehende Natrium sich entzündet?

5. Ist diese Synthese zu Hause überhaupt vernünftig machbar? Zum Beispiel wenn man statt einer Ringkathode die Behälteraußenwand als Kathode verwendet?


Sollte die Elektrolyse von NaCl nicht oder kaum für einen Privatmenschen möglich sein gibt es ja noch die Möglichkeit NaOH (s) zu schmelzen und per Elektrolyse das Natrium abzutrennen. Das finde ich allerdings deutlich weniger spannend, da man die Edukte nicht im Supermarkt bekommt und deutlich gefährlicher, da geschmolzenes NaOH extrem aggressiv ist und sich entzündendes Natrium schlimm enden könnte.
Außerdem stehe ich der Anleitung, die ich dazu gefunden habe etwas skeptisch gegenüber (http://ger001.ge./Nitrogenium/index.php?datei=./main/exp/Na.htm), weil man eine Weißblech Dose nehmen soll. Diese Dosen sind aber mit Zinn beschichtet, das bereits bei 232°C schmilzt und somit schon weg wäre bevor man mit der Elektrolyse überhaupt beginnen kann.

Ich hoffe Ihr könnt meine Fragen beantworten

MfG

Meinz
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