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Alt 02.12.2008, 19:04   #5   Druckbare Version zeigen
sannebu weiblich 
Mitglied
Themenerstellerin
Beiträge: 4
AW: Gehalte addieren unter Berücksichtigung der Molmasse

Danke, für die Antworten. Leider muss ich zugeben, dass ich als "Nicht-Chemiker" euren Ausführungen nicht ganz folgen kann. Außerdem habe ich den Eindruck, dass ihr euch auch nicht ganz einig seid.

Vielleicht nochmal ein genaueres Beispiel:

Ich bestimme den Gehalt an Gelbpigmenten in Nudeln photometrisch. Dieser ist ein Summenparameter für Carotinoide. Zur Kalibrierung benutze ich das Carotinoid Lutein und bekomme dementsprechend mein Ergebnis als mg Lutein/100 g Probe. Da aber Lutein nicht das einzige Carotinoid in Nudeln ist, bestimme ich die einzelnen Verbindungen mittels HPLC und finde dabei neben hauptsächlich Lutein noch geringe Mengen an Zeaxanthin, die ich auch in mg/100 g angebe. Da Lutein und Zeaxanthin die selbe Molmasse besitzen, kann ich die Gehalte in mg/100 g addieren. Ich bekäme dann Gesamt-Carotinoide, die ich direkt mit dem photometrischen Gelbpigmentgehalt vergleichen kann. Angenommen, in den Proben wäre aber noch ß-Carotin, welches eine andere Molmasse als Lutein und Zeaxanthin besitzt, so kann ich die Gehalte laut meines Chefs nicht in mg/100 g addieren, sondern muss diese in mmol (o. µmol) umrechnen und dann addieren. Dann kann ich aber nicht mehr mit dem photometrischen Wert in mg vergleichen.

Ein anderes Beispiel wäre Vitamin E in Lebensmitteln. Es gibt ja 4 Tocopherole und 4 Tocotrienole, die zu dem Begriff Vitamin E zusammengefasst werden. Mittels HPLC kann ich alle 8 Einzelverbindungen bestimmen. Addieren darf ich die dann aber nur mit ihren molaren Gehalten. Aber wer kann sich denn schon was vorstellen unter einem Gehalt in mmol/100 g. Und in Nährwerttabellen steht ja auch mg. Darf ich die Einzelgehalte in mg denn nun addieren oder nicht? Und wenn nicht, warum denn nicht?

LG, Susanne
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