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Alt 22.11.2008, 09:00   #9   Druckbare Version zeigen
Orsat2006  
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AW: Chemische Experimente in der Mesosphäre

Nun, es soll gezeigt werden, dass die Explosion mit größerer Höhe und abnehmendem Umgebungsdruck immer schwächer wird. Außerdem wird demonstriert, dass die Schallübertragung auch immer weniger wird.
Das gleiche beim Ether: Sein Siedepunkt nimmt ja immer weiter ab und da wird er schnell verdampfen.

Wir kennen diese Phänomene ja. Nur geht es Piccard darum, diese Dinge anschaulich zu machen, und einer breiten Masse zu zeigen. Zum Beispiel möchte er eine Bahn aus Graphit mit einem Eisenblock mitnehmen. Die Bahn kann schräg gestellt werden, und dann rutscht der Block natürlich die Bahn hinunter. Nun ist es aber so, dass bei geringer Luftfeuchtigkeit der Reibungskoeffizient des Graphits sehr groß wird. Daher wird man beobachten können, dass etwa ab 9.000 Meter Höhe der Block nicht mehr die Bahn hinunterrutscht!

Nun gab es vor kurzem eine unbemannte Höhenmission, bei der ein Elektromotor mit Graphitbürsten eingesetzt wurde. Nun passierte was passieren musste: Durch die hohe Reibung des Graphits blieb der Motor stecken und dies war der Grund für das Scheitern der Mission. Piccard will eben diese Effekte zeigen, weil er denkt, dass viele Leute diese Effekte nicht oder nicht genug kennen (sonst wäre das mit dem Elektromotor ja auch nicht passiert).
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DURING the past few years the civilised world has begun to realise the advantages accruing to scientific research, with the result that an ever increasing amount of time and thought is being devoted to various branches of science. No study has progressed more rapidly than chemistry.
Textbook of Inorganic Chemistry, J. Newton Friend, 1917, S. vii
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