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Alt 29.09.2008, 23:10   #1   Druckbare Version zeigen
Godwael Männlich
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Marines Leben bei Sauerstoffmangel

Die produktivsten Teile der Weltmeere, die Küstengewässer auf den Schelfen der Kontinente, haben sich in den letzen Jahrzehnten durch den Einfluss des Menschen in vielfältiger Weise verändert. Zu den folgenreichsten Effekten gehört der stark schwankende Gehalt an gelöstem Sauerstoff in vielen Küstengewässern. Nährstoffe aus der Landwirtschaft gelangen in die Ozeane und fördern dort das Algenwachstum; Bakterien, die absinkende Biomasse zersetzen, verbrauchen den Sauerstoff in tieferen Wasserschichten und erzeugen dort Bereiche geringer Sauerstoffkonzentration, die gerne mal als Todeszonen bezeichnet werden. Dieses Phänomen bezeichnet man als Hypoxie, und es ist weltweit auf dem Vormarsch.

Der Begriff Todeszone beschwört allerdings ein Bild herauf, das so nicht zutreffend ist. Zuerst einmal ist dort mitnichten der gesamte Sauerstoff verschwunden. Hypoxie bedeutet lediglich, dass die Sauerstoffkonzentration dort unter zwei Milligramm pro Liter gefallen ist.

Dieser Grenzwert ist quasi ökonomischer Natur: Er entspricht ungefähr der Sauerstoffkonzentration, ab der die kommerzielle Fischerei endgültig zusammenbricht. Davon, dass in solchen Bereichen alles Leben vernichtet würde, kann keine Rede sein. Die Auswirkungen des Sauerstoffmangels schwanken zwischen unterschiedlichen Tierarten um den Faktor zehn.




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Quelle: Fischblog - Naturwissenschaft und mehr

Geändert von Godwael (30.09.2008 um 00:02 Uhr)
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