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Alt 20.08.2008, 00:30   #1   Druckbare Version zeigen
Godwael Männlich
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Cool: Ein Gel, das Wellen schlägt

Gele, die auf Zuruf mechanische Arbeit verrichten, sind ja heutzutage nichts besonderes mehr. Wenn man Glibberzeug sucht, dass auf Impulse von außen die Form wechselt, hat man im Grunde die freie Auswahl: Temperatur, pH-Wert, Feuchtigkeit, alles dabei. Der Nachteil all dieser Materialien ist allerdings, dass sie nach dem Prinzip Lichtschalter funktionieren: Wenn man den Stimulus zuführt, dann macht es klack, das Polymer geht in den anderen Zustand über und rührt sich nicht mehr. Das ist nur in wenigen Fällen wirklich hilfreich.

Und schon gar nicht bei Kunstmuskeln. Die Dinger sind ja eigentlich dazu gedacht, irgendwann mal Mikromaschinen anzutreiben, und dazu muss so ein Gel eine zyklische Bewegung durchführen. Wenn man dazu die ganze Zeit irgendein Signal an- und ausschalten muss, hat man das Problem ja nur verlagert – dann könnte man im Grunde auch das Bauteil als Antrieb nehmen, das dieses Signal erzeugt[1].

Was man braucht, ist ein Material, das eine zyklische Bewegung ausführt, statt nur einmal die Form zu ändern. Das klingt nicht nur kompliziert, das ist es auch. Umso bemerkenswerter ist jetzt ein Gel aus Japan, das wandernde Wellen erzeugt. Grundlage ist eine chemische Kuriosität: Die Belousov-Zhabotinsky-Reaktion.

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Quelle: Fischblog - Naturwissenschaft und mehr

Geändert von Godwael (20.08.2008 um 01:24 Uhr)
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