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Alt 17.08.2008, 22:39   #3   Druckbare Version zeigen
zarathustra Männlich
Moderator
Beiträge: 11.540
AW: Gefährlichkeit Acridinorange Zinkchlorid Doppelsalz

Leider verlässt man sich zu oft auf irgendwelche Kennzeichnungen. So ist der Triphenylmethanfarbstoff Kristallviolett länger als erbguterändernd bekannt. Da kann man davon ausgehen, dass diese Wirkung auch bei strukturell ähnlichen Farbstoffen auftritt. Inzwischen ist auch Malachitgrün entsprechend eingestuft worden. Das hat natürlich nix daran geändert, dass man den ähnlichen Indikator Phenolphthalein weiterhin in der Schule verwendet(hat). Erst seit kurzem besteht auch für diese Substanz "Verdacht auf krebserregende Wirkung"!

Zitat:
Zitat von gogol Beitrag anzeigen
ich habe bei "Fluka" für Acridinorange Zinkchlorid Doppelsalz
eine Einstufung als Gesundheitsgefährlich,
bei "Merck" dagegen als erbgutverändernd und R 68.

Kann mir hier jemand weiterhelfen ?
Ist das Zeug geeignet zum Färben von DNA bei Schülerversuchen ?
Auch bei GESTIS ist eine möglicherweise mutagene Wirkung von Acridinorange genannt.
Für die ähnliche Verbindung Ethidiumbromid wurde die krebserregende Wirkung nachgewiesen und bei anderen Substanzen (z.B. Sybr-Farbstoffen) wird oft behauptet, dass sie nicht mutagen oder kanzerogen wirken.

In meinen Augen ist das unsinnig. Ich bin der Meinung, dass jede Substanz, die der in die DNA interkalieren kann, potentiell erbgutverändernd wirken kann, sofern sie in die Zellen kommt. Also auch wenn bisher vielleicht in einigen Quellen Hinweise auf erbgutverändernde Wirkung fehlen, halte ich solche Substanzen als ungeeignet für Schülerversuche.
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Ich habe zwar auch keine Lösung, aber ich bewundere das Problem!
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