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Thema: Natrium
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Alt 04.08.2008, 13:56   #8   Druckbare Version zeigen
Tiefflieger Männlich
Moderator
Beiträge: 5.445
AW: Natrium

Zitat:
Zitat von Rubidium Beitrag anzeigen
...Aber in meinem Chemiekasten war reines KMnO4 drin und das braucht man für zahlreiche Versuche. Muss ich das jetzt so schnell wie möglich entsorgen?
Nein, das nicht, aber in Zukunft wirst Du nur erschwert Kaliumpermanganat nachkaufen können, im Versandhandel als Privatperson wohl gar nicht mehr.

Zitat:
Zitat von Rubidium Beitrag anzeigen
...Also, ich glaube, dass der, der mir (meinen Eltern) Natrium schickt, selbst für den Transport verantwortlich ist, oder? D.H. wenn wir einen Preis ausmachen und er mir das schickt kann es mir doch egal sein, wie das verschickt wird.
Nicht ganz. Das Transportrecht kennt viele verantwortliche Personen. So z.B. den Absender, Verpacker, Verlader, Transporteur. Das bist Du erst mal nicht. Aber es gibt auch den Auftraggeber des Absenders und den Empfänger. Beim Empfänger bist Du ganz klar dabei, allerdings treffen Dich da nur wenige Dige die zu beachten sind. So muß der Empfang ohne Verzögerung ablaufen. Dies bedeutet, dass eine Lieferung an einem Tag und zu einer Zeit zu erfolgen hat, an dem auch jemand zuhause ist. Dies ist vom Empfänger mit dem Beförderer abzustimmen. Möglicherweise bist Du auch Auftraggeber des Absenders. Wenn der Absender jetzt mit Dir vereinbart, dass er das Natrium per Post verschickt, müsstest Du sofort dagegen protestieren, da dies nicht zulässig ist. Auch haben viele Händler in ihren AGB den Gefahrenübergang auf den Kunden bei Warenübergabe an den Transporteur festgelegt. Das bedeutet nichts anderes, als dass Du für evt. eintretende Transportschäden haftbar bist. Fackelt also Dein Natrium den Kleintransporter des Paketdienstes ab, so könnte eine nette Rechnung auf Dich zukommen. So zumindest die Theorie. In der Praxis wird wohl in über 99% der Fälle alles reibungslos verlaufen, aber ein Restrisiko bleibt eben.

Zitat:
Zitat von Rubidium Beitrag anzeigen
...Was heißt ordnungsgemäß lagern?
Na, da antworte ich doch einfach mit einem Zitat aus der Gefahrstoffverordnung, §8, Abschnitt 6; "Gefahrstoffe sind so aufzubewahren oder zu lagern, dass sie die menschliche Gesundheit und die Umwelt nicht gefährden. Es sind dabei Vorkehrungen zu treffen, um Missbrauch oder Fehlgebrauch zu verhindern."
Wie Du das umsetzt bleibt, zumal es sich bei Dir ja nicht um einen Gewerbebetrieb handelt, erst einmal Dir selbst überlassen. Im Schadensfalle wird man dann gewerbliche Maßstäbe als Referenz (Stichwort: Stand der Technik) heranziehen und dann abwägen, ob Dir dies abverlangt werden kann.

Zitat:
Zitat von Rubidium Beitrag anzeigen
...
Alle meine Chemikalien sind beschriftet, mit R- und S-Sätzen und Gefahrensymbolen. Das Natrium wird selbstverständlich unter Parrafinöl gelagert. Brauche ich dafür dann noch einen Giftschrank oder reicht das so? Ich kann ja mal einige meiner Schilder, ...
Eigentlich müssten die Chemikalien schon korrekt gekennzeichnet geliefert werden. Einen Giftschrank benötigst Du für das Natrium nicht, allerdings sollte es eben geeignet gelagert werden. Der Dachboden, das Kinderzimmer und andere Wohn- und Schlafräume sind weniger geeignet, die Küche erst recht nicht. Ein Kellerraum könnte gehen, bei anderen Chemikalien dann wieder nicht (z.B. Gase). Ideal wäre ein in Massivbauweise (aus unbrennbarem Material) erstellter Schuppen neben dem Wohngebäude, aber das dürfte man in den seltensten Fällen antreffen. Es wird also auf eine Kompromisslösung hinauslaufen.
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Vernünftig ist, dass die politischen Spitzen, wenn sie miteinander sprechen, darüber sprechen, wie mit der Sache umzugehen ist, wie ernst Vorwürfe zu nehmen sind und wie man damit umgeht, Vorwürfe zu besprechen, zu klären, zu verifizieren oder aus der Welt zu schaffen. (2013 Regierungssprecher Seibert)
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