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Alt 21.07.2008, 23:20   #1   Druckbare Version zeigen
Godwael Männlich
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Woran starb der Ozean?

Vor 93 Millionen Jahren, in der mittleren Kreidezeit, starben die Weltmeere. Mal wieder. Der Vorfall ist unter der Bezeichnung zweites ozeanisches anoxisches Ereignis (OAE2) bekannt: Zu dieser Zeit ging den tieferen Wasserschichten der Weltmeere der Sauerstoff aus, und die Ozeane verwandelten sich für mehrere hunderttausend Jahre in stinkende, leblose Tümpel. Schichten fossilen Faulschlamms in Marinen Ablagerungen jener Zeit bezeugen die Katastrophe. Und natürlich ein mittelschweres Massenaussterben von Meerestieren.

Die ungefähren Ursachen derartiger Ereignisse lassen sich relativ leicht beschreiben: Die ozeanische Zirkulation zwischen Oberfläche und Tiefsee muss zum Erliegen gekommen sein, während gleichzeitig die Produktivität der Meeresoberflächen massiv anstieg. Die entstehende Biomasse sank nach unten – dieser Teil ist durch Isotopenmessungen gut nachgewiesen – und verbrauchte dort allen Sauerstoff, genau wie sich euer Gartenteich in ein fauliges Loch verwandelt, wenn ihr nicht regelmäßig den Algenschleim wegmacht.

In einer aktuellen Arbeit in Nature präsentieren amerikanische Forscher die Schuldigen an der Misere: Vulkane, die zu jener Zeit mit heute unvorstellbarer Heftigkeit ausbrachen. Die Idee ist nicht neu, aber jetzt haben die Wissenschaftler nachgewiesen, dass beides ziemlich gleichzeitig passierte. Spannender ist allerdings die vermutete Kausalkette zwischen Vulkan und Sauerstoffmangel.

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Quelle: Fischblog - Naturwissenschaft und mehr
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