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Alt 10.07.2008, 23:03   #2   Druckbare Version zeigen
RE ch Männlich
Mitglied
Beiträge: 135
AW: Grüße aus dem Sommerloch: Woher kommen die abgetrennten Füße?

Tja, das ist so eine Geschichte mit den abgetrennten Füßen.

Einen Massenmörder schließe ich aus - wenn wir, um das jetzt spektakulär zu machen, auch nur ansatzweise Theorien des wunderbaren Psychokilleranalysten Hannibal Lecter folgen, dann würde das Auftauchen der Füße mit einem bewussten Zutagetreten verbunden sein. Der Mörder sollte demnach die Körperteile absichtlich in diesen Abständen auftreten lassen. Schließlich ist er an der Beteiligung der Öffentlichkeit und deren Reaktion ja interessiert, um diese an seinem "Werk" teilhaben zu lassen - verstehst du - .

Leichenteile in Kanada im Meer zu versenken, ist im Übrigen schwachsinnig, schließlich existert dort oben genügend Permafrostboden, der daraus Moorleichen macht, die für Archäologen in 500 Jahren interessante Objekte wären.

Bleibt also die Theorie der Untergänge diverser Transportmittel oder Außerirdische . Da betrachte ich mir die Schiffsuntergänge im gesamten Atlantik, mal so überschlagen, und dass Meerwasser ohne darin lebende Bewohner relativ konservierend wirkt. Daher müssen die Füße nicht unbedingt von jüngerer Neuzeit stammen. Vielleicht sind es durch Strömungen umhergetriebene Teile der Titanic-Besatzung, vielleicht sogar Schifffahrende, die im Bermudadreieck ums Leben gekommen sind und durch Golfstrom und andere unerklärliche Umstände nun im höheren Norden der Erdkugel zum Vorschein treten.

Und nun stellt sich auch noch die Frage, warum denn immer nur Füße kommen. Entweder irgendein menschenvertilgender Organismus spuckt ausschließlich die Füße aus, so ähnlich, wie Gewölle rumliegen, oder es sind tatsächlich die Außerirdischen. Die wählen sich beliebige Opfer aus, beamen sie hoch und haben keinen Gebrauch für die Füße ihrer Gefangenen - Fuß ab und Mensch mit High-Tech-Zusammenflickerei trotzdem vollfunktionstüchtig.

Grausig wäre auch eine Vorstellung ala Anatomie: Ein verrückter Ärzteprofessor und seine erlebnishungrigen Studenten schnappen sich Schiffe, amputieren deren Besatzung die Beine und operieren im gleichen Zug eine unglaublich komplizierte und dabei computergesteuerte Prothese an, die DER Durchbruch in der modernen Prothetik werden soll. Das überbleibende Zeug wird dann kurzerhand im Meer versenkt und kommt ... wie sollte es anders sein ... durch Strömungen, siehe oben, an der Küste an.

Schließlich kommt mir dann noch ein Nachahmer des Fischers in den Sinn, der weiß, was du letzten Sommer getan hast, und auf offener See nicht den Fischerhaken schwingt, sondern das Hackebeil.

Bevor ich allerdings jetzt anfange, jeden anderen Fetzen fürchterlicher Vorstellung aufzuwühlen, beende ich das jetzt. Im Ernst weiß ich nicht, was ich davon halten soll. Da aber heutzutage alles aufgeklärt wird, werden wir die Antwort in ein paar Wochen wahrscheinlich haben. Eine schöne Erklärung scheint es freilich nicht zu werden.

Sollten allerdings bald doch noch andere Körperteile auftauchen, bedenkt meine Worte: "Er entwickelt sich!"
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Manus manum lavat. Sed errare humanum est. Audiatur et altera pars.
Und der beste Spruch für alle Verfechter der ultimativen Leistungsgesellschaft: Ora et labora! - Bitte (um weniger Schmach) und leide (zeitlebens an Überarbeitung)!
Et semper idem est.

Gruß Rico.
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