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Alt 07.07.2008, 09:49   #12   Druckbare Version zeigen
Tino71 Männlich
Moderator
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Blog-Einträge: 41
AW: Warum ist Salzsäure (Chlorwasserstoff) chemisch gesehen keine Säure?

Die ganze Sache ist, da gebe ich Herrn Schmidt recht, nichts weiter als Begriffsakrobatentum.
Ein Stoff kann a priori keine Säure sein, sondern eventuell als Säure reagieren. Und zu einer Reaktion gehören immer (mindestens) zwei. HCl reagiert (als Molekül) ganz prima als Säure mit Sachen wie Ammoniak oder Wasser, aber nicht mit Sachen wie, na z.B. Methan, Neon oder SiO2. Das ist natürlich eine Binsenweisheit, aber der Lehrkraft, die hier ursächlich für Verwirrungsstiftung ist, müßte man das vielleicht mal unter die Nase reiben... Und dann noch erklären, daß auch NH3 demnach prima als Brönstedt-Säure bezeichnet werden darf - kommt halt wie immer drauf an, wer der Reaktionspartner ist und wie man die Bedingungen wählt.

Warum sollten die absolut trockenen Stoffe denn nicht miteinander reagieren? Seh ich keinen Grund dazu... Ich habe schon öfters wasserfreie Chloride hergestellt, in dem ich einen getrockneten (also durch konz. Schwefelsäure geleiteten, und das sollte eigentlich reichen) HCl-Strom über furztrockene, glühende Oxide geblasen habe. Das geht ab wie Schmidts (sorry, das sagt man halt so, keine Absicht! ) Katze, vor allem am Anfang, wo man nicht davon ausgehen kann, daß da Wasser als "Vermittler" im System sei.
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Vor dem Gesetz sind alle Katzen grau
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