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Alt 29.06.2008, 23:01   #15   Druckbare Version zeigen
Kazetomosuki Männlich
Mitglied
Beiträge: 59
AW: Verschiedene Chemie-Aufgaben

Also um auf Frage 2 eine absolute allgemein stimmige Antwort zu geben, muss ich leider passen...aber ich habe das Gefühl, wenn ich mir deine Fragestellungen so ansehe, dass es sich hier um "Schul-Chemie" dreht. Wenn mich meine Erfahrungen da nicht täuschen, hätte ich einen guten Rat für dich:
Meiner Meinung nach zielt Frage 2 auf die Unterscheidung zwischen molekularen Strukturen und Salzen ab. Während Moleküle sich durch kovalente Atombindugen auszeichnen (beide Bindungspartner stellen für die Bindung ein eigenes Elektron zur Verfügung, um letztendlich die Edelgaskonfiguration zu erreichen; siehe "Oktettregel"), liegen bei Salzen Ionenbindungen vor.
Zu den Salzen:
Man unterscheidet dabei zwischen Kat- und Anionen, wobei Kationen (werden von Kathode angezogen ^.-) positiv und Anionen (werden von der Anode angezogen) negativ sind. Da Salze nur in Lösungen oder im geschmolzenen Zustand elektrisch leitfähig sind, kann man davon ausgehen, dass ein Salz im "Normalfall" zwar aus Ionen zusammengesetzt ist aber genau so, dass es "äußerlich" neutral ist und erst durch den Lösungsvorgang bzw. durch das Schmelzen die Ionen ihre Gitterplätze verlassen. Nun sind hier gleich 2 wichtige Fakten gefallen:
1. Salze sind ungelöst und in fester Form nicht leitend, d.h. die Anzahl der Ionen der "Salzformel" müssen so gewählt werden, dass kein Ladungsüberhang auftritt (also weder zuviel "+" noch "-" auftritt)
2. Die Ionen der Salze bilden Gitterstrukturen aus (siehe Salzkristalle)

Ein Salz setzt sich wie gesagt aus Ionen zusammen. Interessant ist hierbei, dass bei einer Salzbildung aus den Elementen, Elektronenübergänge stattfinden (ich spreche nicht von Reaktionen zwischen Säuren oder Basen, oder anderen Möglichkeiten). Du kannst dir gewiss sein, dass hierzu immer ein Metall, das wegen seines Metallcharakters Elektronen abgibt, und im Allgemeinen ein Nichtmetall, das die Elektronen aufnimmt, erforderlich ist. Mit anderen Worten und recht simpel ausgedrückt findest du in einem Salz immer ein Metallion (=Kation, Achtung es können auch Molekül- oder Komplexverbände sein >.<') und ein Nichtmetall(=Anion; auch hier bitte Achtung und aufpassen! es kann sich hier auch um ein Molekül oder auch Komplex als negativer Ladungsträger handeln, zum Beispiel bei Calciumcarbonat: CaCO3; da ist Ca²+ das Kation, CO3²- aber das entsprechende Anion). Die beiden Ionen üben aufeinander große elektrostatische Kräfte aus, ziehen sich also an und bilden deshalb auch Gitter aus (ich denke wenn du Natriumchlorid mal googlest oder in wiki mal guckst findest bestimmt ein schmuckes Bild dazu )in denen jedes Ion seinen festen Paltz einnimmt und stets "auf Lücke" zum Ion gleicher Art steht. Dies führt dann zu den entsprechenden Eigenschaften von Salzen, nämlich:
1. Leiten von Strom in wässriger Lösung (Achtung es gibt auch schwerlösliche Salze >.<) oder in Schmelze
2. Hohe Schmelz- bzw. Siedetemperaturen
3. Im allgemeinen spröde und porös
4. Eventuelle pH-Wertänderung beim Lösungsvorgang (aber ich denke das führt hier nun zu weit)

Ich glaube hier kann man dann auch gleich den Bogen zu Frage 3 schlagen. Ich nehme mal an, dass mit "Dissoziationsgleichung" einfach das "Herausschälen" von Kation und Anion gemeint ist. Ich denke da an:
Na2SO4 => 2Na+ + SO4²-
NaNO3 => Na+ + NO3 -
AlBr3 => Al³+ + 3Br -
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