Anzeige


Einzelnen Beitrag anzeigen
Alt 16.06.2008, 00:11   #3   Druckbare Version zeigen
ehemaliges Mitglied  
nicht mehr Mitglied
Beiträge: n/a
AW: Ionenaustauscher

Zitat:
Das kann ich mir eigendlich nicht vorstellen, daß Anionen mit Säure wieder vom Harz entfernt werden.
Das kann ich mir sehr gut vorstellen. Aus einem mit Acetat beladenen Anionentauscher beispielsweise lässt sich das Acetat quantitativ mit verdünnter Salzsäure auswaschen, als Essigsäure. Zurück bleibt der mit Chlorid beladene Anionentauscher.
Zitat:
Anionen werden mit Hydroxid eluiert und Kationen mit Säure.
Das stimmt so nicht. Anionen werden durch Lösungen von anderen Anionen eluiert, Kationen durch Lösungen von anderen Kationen. Stark basische Anionenaustauscher werden in der Regel in der Chlorid-Form gehandelt. Um sie in die Hydroxid-Form zu bringen benötigt man relativ grosse Mengen an wässriger NaOH. Grund: das Chloridion wird vom Harz stärker festgehalten als das Hydroxidion.
Schwach basische Anionenaustauscher tragen Amingruppen als ionen-aktive funktionelle Gruppen. Sie haben Ionenaustauscheigenschaften nur wenn diese Amingruppen zu kationischen Ammoniumgruppen protoniert sind. Entsprechend leicht sind sie mit verdünnter Lauge regenerierbar, da diese die austauschaktiven Ammoniumgruppen deprotoniert und die als Gegenion absorbierten Anionen in Form gelöster Alkalisalze eluiert. Analog verhält es sich mit stark sauren und schwach sauren Kationenaustauschern. Stark saure Tauscher werden durch relativ grosse Mengen wässriger Lösungen starker (vollständig dissoziierter) Säuren in die H+-Form gebracht. Grund: Viele Metallionen werden vom Harz stärker absorbiert als hydratisierte Protonen. Schwach saure Kationenaustauscher tragen in ihrer austauschaktiven Form anionische Carboxylatgruppen als aktive Zentren und können deshalb leicht mit verdünnten Säuren regeneriert und anschliessend z.B. mit wässriger NaOH wieder aktiviert werden.

Gruss, freechemist
  Mit Zitat antworten
 


Anzeige