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Alt 29.05.2008, 15:55   #15   Druckbare Version zeigen
Distickstoffoxid Männlich
Mitglied
Beiträge: 392
AW: MOrgen Chemitest bitte um Hilfe

Zitat:
Zitat von Tino71 Beitrag anzeigen
Ganz grob:
Je nach Verhälnis Zn:Cu können verschiedene Verbindungen (die sogenannten Messing-Phasen, im Diagramm mit alpha bis epsilon bezeichnet) entstehen. Diese sind nicht stöchiometrisch scharf, sondern haben eine Phasenbreite (d.h. die Indizes x und y in CuxZny sind keine einfachen ganzen Zahlen, sondern sowhol x als auch y reichen von... bis ...). Aber die Struktur jeder dieser Phasen ist über den gesamten Phasenbereich immer konstant und hat nix mehr mit der Struktur von Cu oder von Zn zu tun sondern ist eine eigene, zum Teil sehr komplexe Kristallstruktur. Die Phasenbreite kommt dadurch zustande, daß manche Gitterplätze in der Struktur sowohl von Zn als auch von Cu besetzt werden können, und auf diesen Plätzen darf man diese beiden Atomsorten auch statistisch mischen. Welche der Phasen auftritt, in welchem Bereich sie stabil ist und warum sie so komplexe Strukturen bilden, ist grob gesagt gesteuert über die Valenzelektronenkonzentration. Wer mehr über die Messing-Phasen wissen will, muß nich wohl oder übel mit dem Schlagwort "Hume-Rothery-Verbindungen" herumschlagen. Sehr komplex, aber alles andere als ein "Gemisch von Cu und Zn" oder einer festen Lösung von Zn in Cu oder so.
Interessant. Aber wenn ich mir etwas über die Hume-Rothery-Verbindung durchlesen würde, würde mein Hirn vollkommen überlastet sein...
Aber danke für die Erklärung. Für mich war sie sehr vielsagend. Nur eine Frage habe ich noch. Bestimmt die Anordnung die Eigenschaften der Legierung, bzw. bestimmt sie sie mit, oder liegt es lediglich am Mischverhältnis (was ja auch auswirkungen auf die Anordnung an.
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Früher bin ich immer zuspät gekommen. Heute heißt das c.t. :)
Ich kann Farben ändern!
mfg lachgas
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