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Alt 28.05.2008, 23:58   #1   Druckbare Version zeigen
illuminatus235  
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Themenersteller
Beiträge: 133
Störungen im Kristallgitter (Saccharose)

Hallo Leute,
ich frage mich, wie die Kristallbildung von (geschmolzener) Saccharose durch die Zugabe von Ionen (im Beispiel mal Kochsalz) beeinflusst wird.

Klar, die Ionen verhindern die Bildung eines regelmäßigen Kristallgitters, weil sie mit ihren Ladungen die Position der polaren Saccharose-Moleküle beeinflussen.

Wenn ich Zucker in Wasser erhitze und dann auf eine Platte schütte, gibt es 2 mögliche Resultate:
1) Er fast wird durchsichtig (es bildet sich also ein unregelmäßiges Gitter).
2) Er kristallisiert aus.

Das hängt natürlich von mehreren Faktoren ab, Kristallisationskeimen, Erschütterung, etc.

Unter Hinzugabe von Kochsalz verhindere ich nun die Kristallisation der gesamten Masse; kleine Keime können zwar existieren, breiten sich jedoch nicht aus. Das Masse ist aber in jedem Fall trübe, milchglas-ähnlich.

Klar die Ionen verhindern die Bildung des regelmäßiges Gitter, also wird es durchsichtig. Aber woher kommt die Trübung?
Ich könnte mir 2 Erklärungen denken:
1) Das Salz selbst kristallisiert, da nicht mehr genug Wasser vorhanden ist (verdampft beim Erhitzen zum größten Teil) und wird somit in kleinen Kristallen sichtbar.
2) Die Ionen dienen als Kristallisationskeime, indem sich Zuckermoleküle drum herum anlagern. Der Kristall wird aber nicht groß, da andere Ionen ihn wieder stören. Auch hier wären das Resultat kleine Kristalle.


Aber was ist es nun? Oder liege ich komplett falsch?
Wäre dankbar für einen fachmännischen Rat!

Gruß
Julian
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