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Thema: Farbstoffe
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Alt 13.05.2008, 10:52   #5   Druckbare Version zeigen
Bolm Männlich
Mitglied
Beiträge: 107
AW: Farbstoffe

Synthese von Phenolphthalein

Geräte:
  • Reibschale mit Pistill
  • Reagenzglas
  • Bunsenbrenner
Chemikalien:
  • Phthalsäureanhydrid
  • Phenol
  • Schwefelsäure
Durchführung:

Für diese Synthese verwendet man 0,5g Phthalsäureanhydrid und 0,787g Phenol. Das Phthalsäureanhydrid sollte man zuerst in der Reibschale zerreiben. Jetzt gibt man alle drei Reagenzien in das Reagenzglas. Von der Schwefelsäure werden lediglich katalytische Mengen benötigt, d.h. konkret in diesem Fall ein bis zwei Tropfen. Dieses Gemisch wird nun über dem Bunsenbrenner vorsichtig erhitzt.
Es entsteht eine lila farbige Lösung.
Der Reaktionsweg zur Synthese von Phenolphthalein ist im Anhang auf Seite 17 ersichtlich.
Phenolphthalein ist, wie auch Methylorange, ein gebräuchlicher Indikator, der aber nicht, wie Methylorange, im Sauren, sondern im Basischen, genauer von pH= 8,2 bis pH=10,2, umschlägt.

Synthesen von Fluorescin

Die Synthese von Fluorescin habe ich zweimal durchgeführt. Anfänglich möchte ich die schlichtere Methode im Reagenzglas erläutern.

Geräte:
  • Reibschale mit Pistill
  • Reagenzglas
  • Bunsenbrenner
Chemikalien:
  • Phthalsäureanhydrid
  • Resorcin
Durchführung:

Zu Beginn muss 1g Phthalsäureanhydrid zusammen mit 2,69g Resorcin in der Reibschale mit dem Pistill zermahlen werden. Wenn eine homogene Masse entstanden ist, gibt man diese in ein Reagenzglas. Dieses erhitzt man nun vorsichtig über dem Bunsenbrenner, bis eine tiefrote Lösung, das Fluorescin, entstanden ist.

Sollte man größere Mengen Fluorescin herstellen wollen, eignet sich die Methode im Reagenzglas nur bedingt. Aus diesem Grund habe ich noch eine Synthese in einem Becherglas im Ölbad durchgeführt.

Geräte:
  • Reibschale mit Pistill
  • Weithals-Erlenmeyerkolben 100ml
  • magnetischer Heizrührer
  • Topf
Chemikalien:
  • Phthalsäureanhydrid
  • Resorcin
  • Paraffinöl
Durchführung:

Zuerst füllt man den Topf mit Paraffinöl, sodass der Erlenmeyerkolben gut darin stehen kann. Nun stellt man den Topf auf die Heizplatte und schaltet diese auf 200°C. Danach wird 7,5g Phthalsäureanhydrid mit 11g Resorcin per Pistill zerrieben. Nachdem ein gleichmäßiges Gemisch vorliegt, gibt man dieses in den Erlenmeyerkolben und stellt eben diesen in das aufgewärmte Ölbad. Zur Unterstützung des Schmelzprozesses rührt man geringfügig mit dem Glasstab.

(( Entnommen aus meiner Facharbeit am Karl-Ernst-Gymnasium Amorbach im Chemie LK 2006 / 2008 ))
(( Für Synthesewege habe ich oft auf Versuchschemie nachgeschlagen ))
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