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Alt 08.05.2008, 18:05   #4   Druckbare Version zeigen
Dood Männlich
Mitglied
Beiträge: 186
AW: Vorwissen für's Chemiestudium

Zitat:
Zitat von miez Beitrag anzeigen
Bis vor einigen Jahren war es so.
Seit der Einführung des Bachelor-Systems wird es immer wichtiger, Chemie zumindest als Grund- besser als Leistungskurs gehabt zu haben. Die Quote der Studienabbrecher liegt jetzt höher als je zuvor, unter anderem deswegen, weil es nicht mehr möglich ist, mal eine Klausur ohne Konsequenzen nicht zu bestehen.
Ein geringes Vorwissen ist mittlerweile Grund für einen unfreiwilligen Studienabbruch.

Das sehe ich anders. Bei uns wurde schon vor einiger Zeit der Studiengang im zuge des Bologna-Prozesses auf das Bachelor/Master-System umgestellt. Abbrecher gibt es nun mal in Chemie traditionell viele. Ich konnte aber keinen Trend feststellen dass überdurchschnittlich viele Leute die keinen Chemie-Lk oder sowas hatten abgebrochen haben. Nach spätestens einem Monat Uni sind eh alle auf dem gleichen Wissensstand. Das meiste was die Leute bei uns im Chemie-LK gelernt hatten war für die Uni vollkommen unbrauchbar.
Und ne Klausur nicht zu bestehen ist auch kein Beinbruch. Üblicherweise wird eine Nachholklausur angeboten und wenn das nauch nicht klappt schreibt man die halt ein Jahr später wieder. Klar muss man sich beim Chemiestudium ranhalten, aber das ist immer der Fall, egal ob man Chemie-LK hatte oder nicht.

Aber nochmal zum ursprünglichen Beitrag:
Ich weiß ja nicht wer dir erzählt hat dass du den Jander-Blasius lesen musst, aber das ist Blödsinn. Klar sind da viele wichtige Nachweise drin, aber die lernt man wenn man im Ionenlotto steckt und die tatsächlich machen muss. Und auch dann nicht alle, sondern vielleicht 2-3 pro Ion.
Wenn du dich wirklich drauf vorbereiten willst auch noch Chemie zu lernen lautet meine Empfehlung (Und da stimme ich Nobby zu):
Lerne Mathematik und Physik. Chemie lernt man gut in der Vorlesung und kann dann nebenher mit nem Buch arbeiten. Mathe und Physik werden nicht so ausführlich gelehrt, aber man braucht beide dennoch ständig. Da führt kein Weg dran vorbei, egal ob in der Quantenmechanik, Thermodynamik, Spektroskopie oder sonst was.

P.S.: Ich kann den Mortimer nicht wirklich empfehlen. Bei uns hat der schon im ersten Semester nicht mehr ausgereicht. Mein Favorit ist "Anorganische Chemie" von Riedel (nicht "Moderne Anorganische Chemie" von Riedel, der ist für Fortgeschrittene!). Der enthält die Grundlagen, aber bleibt nicht ganz so früh stehen und begleitet einen etwas länger .

MfG
Dood
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Catapultam habeo. Nisi pecuniam omnem mihi dabis, ad caput tuum saxum immane mittam
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