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Alt 03.05.2008, 13:55   #1   Druckbare Version zeigen
Hedwig92  
Mitglied
Themenersteller
Beiträge: 22
Saure und alkalische Lösungen

Hallo!
Da wir am Montag eine Chemiearbeit schreiben wäre es sehr praktisch, wenn sich möglichst schnell jemand dazu durchringen könnte mir einige Fragen zu beantworten:

In der Arbeit sollen wir die Reaktionsgleichungen von sauren und alkalischen Lösungen formulieren und den Bindungsbruch und die Protonenübertragung kenntlich machen.
Im Heft haben wir jedoch lediglich eine Reaktionsgleichung aufgeschrieben, ohne diese in die Strukturformel umzuschreiben und dort den Bindungsbruch kenntlich zu machen.

NaOH (s) ----> Na+(aq) + OH- (aq)

Muss man sich nun zuerst alles in die Strukturformel umdenken, da das Na doch irgendwie "weggegangen" ist?!

Ich weiß auch, dass bei solchen Reaktionen immer (?) ein Hydroxid-Ion entsteht - aber spielt dies hierbei eine solch bedeutende Rolle?


Auch frage ich mich wo der Bindungsbruch und der Protonenübergang innerhalb einer Reaktionsgleichung einer Neutralisationsreaktion stattfinden soll.

H3O+(aq) + OH-(aq) -----> 2H2O (l)

Findet dieser statt, indem die H's zu dem OH<sup>-</sup> "rüberwandern", da dies eine stark polarisierte Elektronenpaarbindung ist? Also muss man sich das eben zuerst in die Strukturformel umdenken, um zu wissen, wo der Bindungsbruch stattfindet?

-----> Kann es sein, dass die normale Reaktionsgleichung eine Art Vereinfachung der Strukturformel-Reaktionsgleichung ist?

Nehmen wir mal Schwefelsäure (=saure Lösung).

H2SO4 + H2O
Bei säuren Lösungen entsteht jedoch immer H30-.
Also geht so lange ein H ab, bis das Oxonium-Ion entstanden ist.

H2SO4 + H2O ---->
HSO4- + H30+

Damit jedoch alle H's auf der anderen Seite stehen, gibt das Sulfat das andere H auch noch ab (jedoch bleibt dabei das H30+ unverändert):

-----> SO42- + H30+



Und so kann man dann sicherlich auch bei den alkalischen Lösungen verfahren, oder?

Das Kaliumhydroxid gibt so lange seine H's (hier nur sein H) ab, bis ein Hydroxid-Ion entstanden ist.
KOH -----> K+ (aq) + OH- (aq)


Liege ich hier richtig in meiner Annahme?

Allerdings ist mir nun unklar, wo man den Bindungsbruch in der Strukturformel-Reaktiongleichung einzeichnen soll (und vor allem weshalb. Doch sicherlich nicht nur, da ein Oxonium-Ion oder Hydroxid-Ion entstehen soll, oder? Hatte dies nicht etwas mit der Stärke der Elektronenpaarbindung zu tun?)

Gerade das Letzte bereitet mir bei den schon vorhin genannten Neutralisationsreaktionen Schwierigkeiten.

Das mit den Reaktionsgleichungen habe ich inzwischen ganz gut so verstanden (sofern das Obere richti ist), doch an dem Bindungsbruch scheitere ich immer wieder. :S


Falls ich meine Probleme nicht deutlich genug geschildert habe:
Kann es sein, dass die normale Reaktionsgleichung eine Art Vereinfachung der Strukturformel-Reaktionsgleichung ist, wenn man weiß, dass ein Oxonium-/Hydroxid-Ion entstehen soll?
Woher weiß man an welcher Stelle ein Bindungsbruch auftritt??

Vielen, vielen Dank im Voraus für eure Antworten!
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