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Alt 28.04.2008, 18:41   #4   Druckbare Version zeigen
Shartan  
Mitglied
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AW: polare bindung aber trotzdem unpolar??

Nimm mal als einfacheres Beispiel (BI3 ist schon etwas exotisch) Methan - CH4. Ein C in der Mitte, 4 H's tetraedrisch drumrum.

Tatsächlich ist der Kohlenstoff etwas elektronegativer und sollte deshalb eine negative Teilladung erhalten, da aber das Molekül so gebaut ist, hat es nicht eine "positive" und eine "negative" Seite, sondern die negative Ladung befindet sich praktisch "unangreifbar" in der Mitte (bei BI3 ist es die positive).

Atome selber sind ja praktisch genauso aufgebaut: positiver Kern, negative Elektronenhülle, aber solange die Elektronen gleichmäßig um den Kern verteilt sind und nicht etwa auf einer Seite ein Überschuss vorhanden, weist das Atom auch keine Pole auf (stelle dir einen Magneten in Form einer Kugel vor: die Außenhülle negativ, das innere positiv ... kann der so "funktionieren"?)

Gegenbeispiel: Wasser, H2O, als Dipol.
Aufgrund der Molekülstruktur gibt es bei den beiden Wasserstoffen (auf der "einen" Seite) positive Teilladungen, beim Sauerstoff (auf der "anderen" Seite) eine negative Teilladung.
Da beide "frei" liegen, können sie untereinander wechselwirken und so z.B. Wasserstoffbrücken bilden.
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Mache es dir so einfach wie möglich - aber nicht einfacher.
Albert Einstein
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