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Alt 25.04.2008, 19:50   #1   Druckbare Version zeigen
Godwael Männlich
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Blog-Einträge: 12
Fenster zum Schwarzen Loch

Kosmische Jets, gebündelte Strahlströme aus beschleunigter Materie, sind im Universum recht häufig. Man findet sie bei jungen und alten Sternen, Neutronensternen und schwarzen Löchern. Die spektakulärsten Jets jedoch gehen von aktiven Galaxienkernen aus. Sie werden von supermassiven schwarzen Löchern gespeist und erstrecken sich mehrere Hunderttausend Lichtjahre in den Weltraum. Der längste bekannte Jet ist anderthalb Millionen Lichtjahre lang.
Was diese Jets so spannend macht ist ihre Verbindung zu dem, was in den heißen Herzen aktiver Galaxien vor sich geht. Ein Schwarzes Loch hat, wie John Wheeler sagte, zwar keine Haare, aber eben manchmal seinen Jet, in dem sich das widerspiegelt, was in der engsten Umgebung des Ereignishorizontes passiert. Aber dazu muss man erstmal wissen, wie so ein Jet genau funktioniert.
Die Energie dieser Super-Jets, darüber sind sich Physiker weitgehend einig, stammt aus der Rotationsenergie des zentralen Schwarzen Loches. Den Astrophysikern fehlen allerdings bislang Beobachtungsdaten, anhand derer sich ihre Modelle dieser Vorgänge überprüfen lassen. Der Grund: Das Gebiet, in dem sich die Entstehung des Jets abspielt, ist in den allermeisten Fällen vom Rest der Galaxie verdeckt.
Allerdings nicht immer. Das Objekt BL Lacertae ist ein aktiver Galaxienkern, bei dem wir das Glück haben, direkt in die Entstehungsregion hineinblicken zu können, weil der Jet auf etwa 6-10° genau auf die Erde ausgerichtet ist. Alan Marscher und Kollegen konnten nun die Materiebeschleunigung im Jet erstmals direkt beobachten.
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Quelle: Fischblog - Naturwissenschaft und mehr
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