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Thema: Fluorophor
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Alt 01.12.2004, 20:05   #2   Druckbare Version zeigen
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AW: Fluorophor

fluoreszierenden Stoff (Fluorophor)
Emission von Licht im sichtbaren, UV- und IR-Spektralbereich von gasförmigen, flüssigen oder festen Verbindungen nach Energiezufuhr. Die Einfallende Strahlung (sichtbares oder ultraviolettes Licht bzw. Röntgenstrahlen) erregt den fluoreszierenden Stoff zum Aussenden einer Strahlung gleicher oder längerer Wellenlänge.
Die Strahlung wird innerhalb von 10–10 bis 10–7 s nach der Anregung ausgesandt. Fluoreszierende Stoffe zeigen daher im Gegensatz zu phosphoreszierenden Stoffen kein merkliches Nachleuchten.
Häufig wird die von der Sonne oder von künstlichen Lichtquellen ausgestrahlte unsichtbare Ultraviolettstrahlung absorbiert und als sichtbares, längerwelliges Licht ausgestrahlt.
Die Fluoreszenz wird auch ausgenutzt in den optischen Aufhellern (Weißtöner), die z.B. Textilien, Waschmitteln und Papieren beigegeben werden.
Als Fluoreszenfarbstoffe werden häufig Benzol-Derivate eingesetzt. Benzol selbst absorbiert unsichtbares kurzwelliges UV-Licht (230–270 nm) und strahlt unsichtbares UV-Licht (260–300 nm) aus. Sind dagegen mehrere Benzol-Kerne in einem Molekül vorhanden, kann das Fluoreszenz-Licht in den sichtbaren Bereich des Spektrums rücken

Als Farbstoffe werden organische Verbindungen bezeichnet, die die Eigenschaft haben andere Materialien zu färben.
Als Farbstoffe werden nach DIN 55934 Farbmittel bezeichnet, die in ihrem Anwendungsmedium löslich sind.

Wird bei einer Chemischen Reaktion Licht abgestrahlt, wobei das Licht nicht als Ergebnis einer hohen Temperatur entstehen darf, so handelt es sich um Chemilumineszenz (auch Chemolumineszenz oder Chemisches Licht genannt). Siehe auch Lumineszenz.

Wie bei allen Prozessen, bei denen Licht emittiert wird, ist die Emission eine Folge des Überganges eines Elektrons vom angeregten Zustand in den Grundzustand.
Im Gegensatz zur Fluoreszenz oder Phosphoreszenz wird bei der Chemilumineszenz dieser angeregte Zustand im Verlauf einer chemischen Reaktion erreicht. Die Biolumineszenz ist der Spezialfall der Chemilumineszenz für biologische Systeme.

Die erste Chemilumineszenz-Reaktion wurde bereits 1669 vom Hamburger Alchemisten Heinrich Henning Brand entdeckt ("Phosphorus Mirabilis").

Die bekannteste Chemilumineszenz-Reaktion ist wahrscheinlich die Oxidation von Luminol mit Wasserstoffperoxyd in Gegenwart von Eisen- oder Manganionen.
In Geschäften für Anglerbedarf kann man sich Kunststoffröhrchen kaufen, die bem Knicken (Knicklichter) ein intensives, verschiedenfarbiges, lang anhaltendes Licht abgeben. Dieses Licht wird ebenfalls durch Chemilumineszenz erzeugt. In den Röhrchen befinden sich ein Oxalsäureester, ein Farbstoff (dessen Emission die Farbe des Lichtes bestimmt) und ein Röhrchen mit Wasserstoffperoxyd. Wird das Röhrchen mit Wasserstoffperoxyd zerbrochen startet die Peroxyoxalat - Chemilumineszenz (http://www2.uni-jena.de/chemie/institute/oc/weiss/peroxyoxalat.htm).

Die Chemilumineszenz der 1,2-Dioxetane (http://www2.uni-jena.de/chemie/institute/oc/weiss/dioxetane.htm) ist die wohl komerziell erfolgreichste Chemilumineszenz-Reaktion. Sie findet in der Biochemie und in der medizinischen Diagnostik Anwendung, wenn es darum geht, geringste Spuren bis hin zu einzelnen Molekülen sicher nachzuweisen.

Ein weiteres bekanntes Beispiel von Chemilumizenz ist Luminol, das in Verbindung mit Blut blaugrün leuchtet. Es wird vor allem von der Polizei zum Finden von Blutspuren benutzt.

Geändert von paradoxtom (01.12.2004 um 20:07 Uhr)
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