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Alt 30.11.2004, 16:29   #21   Druckbare Version zeigen
ricinus Männlich
Moderator
Beiträge: 23.863
AW: Schwermetallbehälter

Nun mal im Ernst. Ich halte es für weitaus bedenklicher, in Gefässen welcher Machart und welchen Fassungsvermögens auch immer, irgendwelche Substanzen zu mischen und das ganze dann aufzubewahren bis zur "fachgerechten" Entsorgung. Wir haben das tatsächlich mal angefangen : nen Kanister für Schwermetallabfälle, einen für chlorierte und einen für nichtchlorierte Lösungsmittelrückstände. Weiss denn irgendjemand, was schon im Kanister drin ist, bevor der nächste seine Sosse hinzugibt ? Ganz zu schweigen davon, dass man sich ja mal irren kann beim Einfüllen. Wenn man den 10 L Lösemittelcontainer 10 mal öffnet, atmet man 10 mal Chloroform, CCl4 und was weiss ich nicht noch alles ein. Wenn man die Brühe den Abfluss runter giesst, nur einmal. A propos Gewässerverschmutzung : die Kanalisation ist für mich kein "Gewässer". In einen Badesee oder einen Fluss würde ich die Reste ja auch nicht giessen. Wenn bei mir mal ein halber Liter Chloroform oder 10 g Quecksilbersulfat den Abfluss runtergehen, wird das mit der Kacke einer ganzen Stadt vermengt. Solche Verdünnungen lassen selbst Homöopathen erblassen. Jeder, der schon einmal ein EtOH-Wassergemenge in einen Kanister geschüttet hat, in dem schon eine Natriumsuspension in Toluol rumgammelte weil ein Student nicht den Unterschied zwischen wasserlöslich und wasserunlöslich kennt, giesst das ganze nächstes Mal ins Klo.
Wenn das bei Euch in der BRD tatsächlich gesetzlich verboten ist, will ich aber niemanden zu einer Straftat angestiftet haben. Ich gebe noch zweierlei zu bedenken : 1. eine iodiotische Ansicht wird nicht klüger dadurch, dass ein Parlament sie zu einem Gesetz erhebt. 2. Jeder, der legal im Urlaub Richtung Seychellen oder USA jettet, versaut die Umwelt stärker als ein chem. Labor. Schliesslich wird im Labor nicht im Tonnenmassstab gearbeitet.
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