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Alt 17.11.2004, 19:39   #8   Druckbare Version zeigen
ricinus Männlich
Moderator
Beiträge: 23.862
AW: Komplexstabilitätskonstante und Temperatur

Zitat:
Zitat von martin_r_aus_b
Rein rechnerisch blieben ja (bei voller Reaktion) 1,25 mmol Ca2+ uebrig.
Ich hoffe nun, dass etwas mehr bleibt, was man dann auch bestimmen kann. Ich denke, das ist realistisch.
Nimms mir bitte nicht übel, ich finde das gar nicht realistisch
Es werden 1.25 mmol übrig bleiben, die du auch bestimmen kannst. Die paar Ca Ionen, die's mehr sein müssten wegen unvollständiger Komplexierung, kannst Du gravimetrisch/titrimetrisch nicht bestimmen. Wenn Du die Komplexierungskonstante kennst, kannst Du ja mal ausrechnen, was für einen Unterschied das in deiner Titration machen müsste.

Es kommt noch was anderes hinzu : selbst wenn es ginge (d.h. dein Niederschlag stabiler wäre als der CaEDTA Komplex), würdest Du durch die Fällung, die der Lsg Ca2+ Ionen entzieht, das Gleichgewicht der Komplexierung verschieben (d.h. es würde CaEDTA dissozieren um wieder Ca2+ zu bilden). Im Endeffekt hättest Du alles gefällt und nichts mehr komplexiert ...

Ich fürchte, dein ganzes Vorhaben ist so nicht machbar. Möglicherweise kannst Du unter äquilibrienden Bedingungen die Ca2+ Konzentration ermitteln (Ionen selektive Elektrode) oder über einen ähnlichen elektrochemischen Weg.

Zur Temperaturabhänigkeit : deltaG=-RTlnK. deltaG=deltaH-TdeltaS. Beide Ausdrücke gleichsetzen und Ableitung bilden. Du kannst Dir also leicht zusammenreimen, welchen Einfluss die Temperaturerhöhung hat.

gruss
gruss
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