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Alt 11.11.2004, 17:23   #2   Druckbare Version zeigen
Tino71 Männlich
Moderator
Beiträge: 6.935
Blog-Einträge: 41
AW: Kationenaustauscher-Membran

Hi!
Das ist schon mal alles richtig, was Du da schreibst. Die langkettigen perfluorierten Kohlenwasserstoffketten sind partiell sulfoniert. So sagt das ein Chemiker. Das heißt nix anderes, als daß am Ende von maximal wasserabstoßenden CF3-(CF2)n-Ketten eine -SO3H-Gruppe sitzt. Die ist sauer, kann also das H+ abgeben und gegen ein z.B. Na+ austauschen. Kationentauscher! Siehste? Die Kationen können von der Säuregruppe aufgenommen werden und wandern von einer zur anderen. Sie können also durch die Membran durchwandern. Wasser und Anionen nicht. Dafür gibts keine Akzeptoren in der Membran.
Wenn da auch noch Carboxylgruppen dran sind, machen die prinzipiell dasselbe. Aus einer -COOH-Gruppe wird bei Protonenabgabe ein -COO--Rest, der ein Kation anlagern kann.
Allgemein kann man also einen Kationenaustauscher bauen, indem man ein wasserabstoßendes Grundgerüst an manchen Stellen mit Säuregruppen versieht. Deren Protonen kann man dann gegen Kationen austauschen. Will man den Kationentauscher regenerieren, schmeißt man ihn in starke Säure. Dann werden die Kationen aufgrund des le-Chatelier-Prinzips durch das Überangebot von Protonen verdrängt.
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Vor dem Gesetz sind alle Katzen grau
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