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Alt 05.11.2004, 15:23   #36   Druckbare Version zeigen
schlumpf  
Mitglied
Beiträge: 1.885
AW: chemisches perpetomobile

Zitat:
Zitat von Marco Schulz
Hier eine interessante Adresse zu einer Homepage, auf der sich Interessierte (und weniger interessierte) ein gut gestaltetes Mathematisch-Technisch-Algorithmisch-Linguistisches Sammelsurium ansehen können.
Unter anderem kann man hier Informationen über P.M. sammeln.

http://www.hp-gramatke.de/index.htm
... und dort findet man folgende Aussage:

Die Perpetuum-Mobile-Erfinder werden seltener, sterben aber nicht aus. Mit ihnen ist es wie mit den Winkeldreiteilern, Würfelverdopplern oder den Kreisquadrierern: Sie wollen einfach nicht wahrnehmen, daß die seriöse Wissenschaft diese Themen aus gutem Grund zu den Akten gelegt hat. Und in den wenigsten Fällen sind sie bereit, der mathematischen Argumentation zu folgen, oft mangels Fachkenntnis. Was tut man, wenn man von so Jemanden in ein Gespräch verwickelt wird? Wie handelt man, wenn man aufgefordert wird, ein schwachsinniges Konzept technisch oder mathematisch zu prüfen? Ich denke, so könnte es gehen:

1. Ist auf die Prüfung ein nennenswertes Honorar ausgesetzt? Oder kann man eins aushandeln? Ist ein unabhängiger Schiedsrichter vorhanden, der das Ergebnis der Prüfung beurteilt und dessen Schiedsspruch vom Perpetuum-Mobile-Erfinder, Winkeldreiteiler oder Kreisquadrierer akzeptiert wird? Dann rechnen Sie Ihren Stundenlohn aus, um das Ding zu zerlegen - und nichts wie ran! So einfach kommen Sie nicht mehr zu Geld! Die meisten Ideen, die z.B. im Internet zu finden sind, lassen sich mit elementarmathematischen Methoden knacken.
2. Handelt es sich bei dem Prüfobjekt um ein ziemlich undurchschaubares Gerät? Lassen Sie den Erfinder jedes Teil einzeln durchrechnen (Massenverteilung, Torsionssteifigkeit, ...) Wenn er sein geistiges Kind ernst nimmt, macht er das vielleicht. Sie haben ihre Ruhe und der Betreffende lernt wenigstens etwas über Maschinenbau, Physik oder Chemie.
3. Ist der Erfinder hartnäckig und stiehlt Ihre Zeit? Suchen Sie ein paar verstiegene Formeln und komplexe mechanische Phänomene (Hydrodynamik oder Koppelpendel sind gut geeignet) und beschäftigen Sie den Kerl, bis er schwarz wird; er hat's nicht anders verdient.
4. Der Erfinder ist überzeugt, Sie nicht, und der Typ ist nicht nur hartnäckig, sondern auch uneinsichtig und unfähig, die Grundlagen der Physik oder Mathematik zur Kenntnis zu nehmen? Seien Sie diplomatisch. Ihre eigene Kompetenz ist da unzureichend, geben Sie's ruhig offen zu. Aber Sie kennen da jemanden, der sich auf freie Energie/ Äther/ Erdstrahlen/ Kornkreise usw. bestens versteht! Schaffen Sie einfach die Verbindung - und Sie haben wieder Ihre Ruhe.
5. Der Erfinder ist überzeugt, hartnäckig und blöd? Da ist jede Mühe vergebens, am besten ignorieren, es sei denn, er zahlt gutes Stundenhonorar - Vorkasse.
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