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Alt 15.10.2004, 23:55   #1   Druckbare Version zeigen
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Chancen für Wiedereinsteiger (CTA)?

Hallo allerseits,

schön, daß es ein so belebtes Chemie-Forum gibt.

Ich habe bis 1993 den Beruf des CTA erlernt, weil mir Chemie in der Schule sehr viel Spaß brachte. So war es auch während der CTA-Ausbildung, besonders die praktische Arbeit im Labor fand ich gut.

Nach der Ausbildung wollte ich ursprünglich Chemieingenieurwesen studieren. Leider habe die FOS dann abgebrochen, weil ich aus der Schulzeit noch ein paar kleine Defizite in Mathe hatte, aber damals (mit 19) nicht genug Disziplin hatte, um das mal systematisch anzupacken.

Nach dem Abbruch der FOS war Jobsuche recht sinnlos, weil ich den Wehrdienst noch nicht abgeleistet hatte und das für die nächsten Monate bevorstand. Zudem war die Arbeitsmarktlage damals (1994) für CTAs in Norddeutschland ziemlich katastrophal. (Es lief gerade die allgemeine Schrumpfkur...)

Über eine Anzeige in der Tageszeitung geriet ich dann an einen Finanzvertrieb und habe da während meines Zivildienstes nebenher gearbeitet. Nachdem Zivildienst habe ich dort 1,5 Jahre hauptberuflich gearbeitet und eine Weiterbildung zum Finanzwirt (bbw, staatlich anerkannt) begonnen, die ich später auch erfolgreich beendet habe.

1997 habe ich mich als Versicherungsmakler selbständig gemacht. Langfristig zwar lukrativ, aber bis 65 möchte ich das eigentlich nicht machen.

Mangels Abitur habe ich Ende 2002 sicherheitshalber die fachbezogene Zugangsprüfung für Chemie an der Uni Hamburg abgelegt (geht nur bis 30). Die Prüfer waren wohl angenehm überrascht und meinten, wenn es Noten gäbe, hätte ich mit 1-2 abgeschnitten.

Ich hab's also im Prinzip noch drauf, zumal meine Frau auch CTA ist und wir oft über fachliche Dinge reden.

Jetzt bin ich 29 und mein Dilemma ist, daß ich jetzt nicht einfach 5-6 Jahre studieren kann. (Wovon soll meine Familie in der Zeit leben?) Andererseits frage ich mich, wie schnell man als CTA ein Jahreseinkommen von 30.000 Euro erreichen kann und ob's bei meiner Vorgeschichte überhaupt nennenswerte Chancen auf einen Arbeitsplatz gibt.

Würde es etwas bringen, zunächst bei einer Zeitarbeitsfirma zu arbeiten, um erste Berufserfahrungen zu sammeln? Die zahlen wohl fast nichts, aber 6-12 Monate könnte ich das ggf. finanziell überbrücken.

Tja, vielen Dank für's Lesen. Über ein paar Tipps würde ich mich freuen.

Gruß
Roban
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