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Alt 12.10.2004, 15:09   #1   Druckbare Version zeigen
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Achtung Wasserelektrolyse

Hallo miteinander,

ich studiere Maschinenbau und bearbeite gerade meine Diplomarbeit. Meine Aufgabe befasst sich mit dem automatischen Wasseraustrag aus dem Dieselkraftstofffilter; d.h. bei der Filtrierung wird das im Diesel vorhandene Wasser abgeschieden. Dieses setzt sich am Boden des Filters ab und muss von Zeit zu Zeit in der Werkstatt abgelassen werden.

Eine von vielen Ideen besteht darin, mittels Elektrolyse (2 Elektroden am Filter) das Wasser in Wasserstoff und Sauerstoff zu zersetzen und die Gase danach mit dem Kraftstoff in den Brennraum abzuführen. Die Menge ist sehr gering (ca. 200ml auf 50.000 km - abhängig von der Qualität des Dieselkraftstoffes) und somit unbedenklich.

Erste Versuche haben gezeigt, dass eine theoretische Machbarkeit vorliegt, jedoch ist anzunehmen, dass das abgeschiedene Wasser im Filter nicht sehr leitfähig ist. Ich kann mich noch an Schulversuche errinnern, wo Salzsäure oder Natriumcarbonat beigemischt wurden um die Leitfähigkeit zu erhöhen. Diese Vermischung ist natürlich in diesem Fall nicht möglich. Eine weitere Möglichkeit wäre das Beimischen von bestimmten Salzen, die jedoch die Einspritzung gefährden könnten.

Ein weiteres Problem sind die geringen Spannungen. Diese sind im Bordnetz begrenzt und somit können nur geringe Werte (12V) benutzt werden um die Elektrolyse auszuführen. Eine Verbesserung der Leistung bei geringerer Spannung müsste durch:

- eine größere Fläche der Elektroden,
- eine erhöhte Betriebstemperatur,
- Elektroden aus Edelmetall,
- Abstand der Elektroden,
- oder einer Reihenschaltung von mehreren Elektroden erzwungen werden, oder?

Ein Versuch hat gezeigt, dass bei 12V ein Strom von ca. 0.01A fließt und somit bei kleinen Elektroden sehr gering ist. Eine Elektrolyse wäre kaum möglich.

Leider bin ich Maschinenbauer und stehe mit Chemie ziemlich auf Kriegsfuss. Zu diesen 5 Punkten fehlen mir die richtigen Fakten. Z.Bsp. wie geht die Fläche d. Elektroden in die Spannung mit ein, oder wie der Abstand d. Elektroden, ....

Ich hoffe, Sie haben durch diese kurze Erläuterung trotzdem die Problemstellung erkannt. Ich würde mich auf eine Antwort freuen.


Mit freundlichen Grüßen
Timo
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