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Alt 05.10.2004, 13:20   #11   Druckbare Version zeigen
belsan Männlich
Mitglied
Beiträge: 4.635
AW: Molekülorbitale beim Bor

Hybridisierung ist ein Begriff aus der VB-Theorie; ich glaube Herr Pauling hat ihn eingeführt und der war ein VB'ler.

In der MO-THeorie würde man wohl vom Mischen von AO's reden, was aber letzlich auf's gleiche rausläuft. Zudem kann man auch mit Hybridorbitalen MO spielen.

Ob sigam- und pi-Bindung VB-Begriffe oder MO-Begriffe sind scheint nicht eindeutig. Man findet es mal so und mal so.

Bleibt Defeaters Frage, wie das MO-Diagramm von B2, das den Paramagnetismus widerspiegelt, mit der Aussage, dass in Mehrfachbindungen die sigma Bindung die energieärmste ist in Einklang zu bringen ist.
Zumal nach dem MO-Diagramm in der Tat die B-B Bindung aus zwei einfach besetzten pi-Orbitalen bestehen sollte; was eigentlich Quatsch ist, da eine Bindung nicht aus zwei Orbitalen bestehen kann.

Als Erklärung fällt mir eigentlich nur ein, dass das 2{\sigma}u * weniger antibindend ist als das 2{\sigma}g bindend ist; energetisch gesehen. Damit bleibt eine schwache bindende Wechselwirkung.
Normalerweise ist es umgekehrt.
Das 2{\sigma}u * ist wohl am besten mit nichtbindend zu beschreiben, womit 2{\sigma}g als bindendes orbital für die sigma-einfachbindung übrig bleibt.

Geändert von belsan (05.10.2004 um 13:40 Uhr)
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