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Alt 03.10.2004, 14:00   #36   Druckbare Version zeigen
Desinfector  
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Beiträge: 90
AW: Baden im destillierten Wasser

Wenn man das wirklich schafft, soviele Phasenprüfer an eine Leitung zu hängen und ebensoviele Leute damit messen, dann könnte es tatsächlich so sein. Denn der Strom, der durch einen Phasenprüfer fliesst verursacht ja keinen Rückstrom (durch den Null-Leiter). Das wäre das selbe wie wenn ein Fehlerstrom gen Erde läuft. der Prüfer-Strom ist in diesem Sinne auch ein Fehlerstrom, nur um etliche Dekaden niedriger (Vorwiderstand im Prüfer), als die Ansprechschwelle des FI ist.

Durch die getrennten Elektroden in der Glimmlampe (Zündspannung ist bei jeder Lampe aufgrund von Fertigungstoleranzen anders, i.A bei 70-100V)*
wirkt der eigene Körper bereits als Kondensatorplatte. Diese reicht schon zur Funktion des Prüfers aus. Die Glimm-Strecke innerhalb der Gasfüllung der Lampe ist ein Dielektrikum zwischen den beiden Elektrodenstiften. Innerhalb dieses Spannungsbereiches leuchtet dieser Typ lampe NICHT!
*(+-70Volt und dazwischen betrachtet [WECHSELSPANNUNG...])
Nach Zündung ist diese Funktion des Kondensators nicht mehr gegeben, denn dann leitet das Gas der Lampe (meistens Neon).



Ein derartiger Phasenprüfer sollte übrigens nicht zum Herumschrauben verwendet werden, da man damit durch Torsion der messklinge die innere Schaltung so verändern (zerstören) kann,
dass plötzlich doch die volle Netzleistung am kontakt anstehen kann. (solange ein guter FI schützt, ein geringeres Übel)


Die Testperson könnte auch permanent in der Schwerelosigkeit sein und eine derartige Spannung mittels Phasenprüfer (solange eine Glimmlampe oder andere geeignete schaltungen enthaltend) detektieren. Da wie gesagt ein Vorwiderstand eingebaut ist, merkt man von diesen Stromflüssen im µA-Bereich nichts.

Ausser man hat sich eine kleine Wunde zugezogen und berührt mit dieser Wunde den Metallkontakt eines Phasenprüfers. Dann kann man u.U. ein deutliches Kribbeln merken, dass sich nur lokal auf die (frische) Wunde beschränkt.

Vögel auf einer Hochspannungsleitung sitzend erfahren keinen Stromfluss, weil diese keinen Kondensator bilden. Höchstens in dem moment des ersten Hinsetztens auf eine Leitung könnte es zu einem ganz minimalen Stromflüss kommen (INFLUENZ), der so schlimm ja nicht zu sein scheint, denn gerade jetzt im Herbst sammeln sich wieder sehr viele Vögel auf den Leitungen.

In einem Wechselstromkreis ist es möglich, durch einen Kondensator hindurch
einen Strom zu schicken, obwohl beide platten voneinander getrennt sind.
Das nennt man kapazitive Kopplung. Das findet man in jedem Radio (jede Dipol-Antenne koppelt kapazitiv - Ausnahme MW und LW-Antennen, dafür gibts 'ne Spulenantenne), in jedem HiFi-verstärker, in jedem Computer, in sehr vielen Netzteilen) ohne diese Funktion wäre einiges nicht denkbar, anderes extrem teurer.

hilfreiche google-themen sind:
Influenz
kondensator + wechselstrom
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Only one ping, Vasily!

Geändert von Desinfector (03.10.2004 um 14:06 Uhr)
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