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Alt 30.09.2004, 08:10   #22   Druckbare Version zeigen
Tiefflieger Männlich
Moderator
Beiträge: 5.444
AW: Baden im destillierten Wasser

Mal eine Proberechnung.
1,9 MOhm bei 4 cm Elektrodenabstand ergibt 47,5 MOhm bei einem Meter Abstand. Wikipedia nennt 5 MOhm*m, also ist das von belsan verwendete Wasser um den Faktor 10 weniger leitfähig!

So, jetzt zu meinen Annahmen: Abstand 1 cm, Spannung 230V, tödlicher Strom 30mA.

Bei 47,5 MOhm*m komme ich auf 0.48 mA
Bei 35 MOhm*m (1,4kOhm/4cm) komme ich auf 0.65 mA
Bei 5 MOhm*m komme ich auf 4.6 mA

Nach http://www.mpsoberg.ch/Lernselbst/INL/stromkreis/gefahr.htm
entstehen bis 5 mA nur geringe Einwirkungen.
Alle Werte sind noch deutlich vom tödlichen Strom entfernt. Es dürfte also keine Gefahr bestehen, aber ausprobieren würde ich es trotzdem nicht, denn wenn ich mir vorstelle, wie jemand reagiert der da so gemütlich in der Wanne liegt und es fällt ein Fön hinein. Er (oder Sie) mach sich vor Schreck in die (nicht vorhandene) Hose und siehe da, schon ist die Leitfähigkeit deutlich erhöht.

Jetzt noch was zu den geerdeten Badewannen. Es kann durchaus sein, dass diese geerdet sind, auch bei Kunststoffwannen z.B. über den metallischen Abfluß oder eine Folie usw. Sie sind dann aber bestimmt direkt geerdet und nicht über einen Schutzleiter, welcher mit einem FI gekoppelt ist. Dies bedeutet, dass der fehlgeleitete Strom keinen FI auslösen wird, sofern der Fön nicht noch zusätzlich über einen Schutzleiteranschluß verfügt, welcher über den FI geführt ist.
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Vernünftig ist, dass die politischen Spitzen, wenn sie miteinander sprechen, darüber sprechen, wie mit der Sache umzugehen ist, wie ernst Vorwürfe zu nehmen sind und wie man damit umgeht, Vorwürfe zu besprechen, zu klären, zu verifizieren oder aus der Welt zu schaffen. (2013 Regierungssprecher Seibert)
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