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Alt 14.03.2008, 20:46   #27   Druckbare Version zeigen
Tiefflieger Männlich
Moderator
Beiträge: 5.445
AW: Verätzung durch Phenol am Auge - Tragt Schutzbrille!!

Zitat:
Zitat von Terminologieator Beitrag anzeigen
...Kannst du mir kurz erklären, wie und von wem so eine Meldung erfolgen sollte? ...
Die Unfallmeldung hat Dein Arbeitgeber an die Unfallkasse zu richten. Hierfür gibt es entsprechende Formulare wie z.B. dieses Unfallmeldung. Gelegentlich wird diese Arbeit an die Fachkräfte für Arbeitssicherheit oder den/die Arbeitsmediziner(in) delegiert.
Sofern es zu einem körperlichen Schaden (das ist ja hier der Fall) gekommen ist, ist der Durchgangsarzt die nächste Anlaufstelle. So manch eine Notaufnahme hat den Status des Durchgangsarztes. Der Durchgangsarzt ist der Vertragsarzt der Berufsgenossenschaft. In dem Moment in dem es sich um einen Arbeitsunfall handelt (das ist ja hier der Fall), ist die Krankenkasse nicht mehr dabei, denn jetzt tritt die gesetzliche Unfallkasse über die Berufsgenossenschaft in Kraft. Sofern die Notaufnahme ein Durchgangsarzt war (keine Krankenkassenkarte wurde verlangt), dürfte die Information unverzüglich an die BG weitergereicht werden. Dann nehmen die Dinge ihren Lauf, ohne dass Du darauf noch viel Einfluß haben kannst.
Zitat:
Zitat von Terminologieator
...Es handelt sich um ein molekularbiologisches Reagenz auf dem weder ein "gifitg" noch ein "ätzend" zeichen drauf ist. In der Anleitung steht halt hinten drin: Schutzbrille, Schutzkleidung und Handschuhe tragen....
Was steht im Sicherheitsdatenblatt (SDB) zu diesem Produkt? Du hast Recht auf Einsichtnahme in das SDB und Dein Arbeitgeber muß alle SDB zu den im Betrieb gehändelten Stoffen vorhalten. Sofern Interesse besteht, kannst Du mir ja das SDB oder die Zusammensetzung des Produktes zukommen lassen. Ich vermute eine fehlerhafte Kennzeichnung des Produktes. Sollte dies der Fall sein, könnte der Hersteller per Produkthafung in Regress genommen werden.

Zitat:
Zitat von Pjotr
...Normalerweise bekommt man eine Sicherheitsunterweisung, wenn man in einem Labor arbeitet, was auch dokumentiert wird. Und das ganze wird jährlich wiederholt.

Und wenn der Arbeitgeber dieser Pflicht nachgekommen ist, müßte er eigentlich aus dem Schneider sein.
Nein, er ist nicht raus, wenn er grob vorschriftswidriges Verhalten im Labor duldet. Neben der Informations- und Unterweisungspflicht besteht auch die Pflicht zur Kontrolle.
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Vernünftig ist, dass die politischen Spitzen, wenn sie miteinander sprechen, darüber sprechen, wie mit der Sache umzugehen ist, wie ernst Vorwürfe zu nehmen sind und wie man damit umgeht, Vorwürfe zu besprechen, zu klären, zu verifizieren oder aus der Welt zu schaffen. (2013 Regierungssprecher Seibert)
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