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Alt 27.02.2008, 17:35   #4   Druckbare Version zeigen
ThomasH Männlich
Mitglied
Beiträge: 856
AW: Sprödigkeit von Nichtmetallen/Anorganen Werkstoffen

Ich bin mir nicht sicher ob du das mit der Ionenbindung jetzt richtig verstanden hast. Also im Bezug auf das Spröde.
Wenn man zwei Ebenenen gegeneinander verschiebt und plötzlich liegen + und + sowie - und - direkt beisammen, stoßen die gleichen Ladungen sich ab.

Code:
vorher:                  nachher:
+ - + - +                + - + - +
- + - + -   verschieben    - + - + -
Gleiche Ladungen liegen sich gegenüber -> Abstoßung! Somit ist die gesamte Festigkeit in diesem Bereich des Kristalls geschwächt. Daher kann dort leicht ein Stück abbrechen (vereinfacht gesagt).


Zitat:
Also da Keramiken bzw. alle Nichtmetallischen-Anorganen Werkstoffe aus Metallen und Nichtmetallen bestehen existiert immer eine Metallbinung UND eine Ionenbindund. Korrekt?
Nein. Nur weil ein Metall vorhanden ist, ist das kein Garant für eine Metallbindung. Keramiken sind teilkristalline Verbindungen, d.h. sie bestehen zum Teil aus Ionenbindungen mit geordnetem Gitter. Der andere Teil ist amorph, d.h. es liegt keine gleichmäßige Struktur im Sinne eines supergeordneten Gitters vor, aber auch keine Metallbindung! Die Metalle in einer Keramik liegen dabei i.A. in einer Ionenbindung mit Sauerstoff vor, können daher auch keine Metallbindung mehr ausbilden.
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mass spec boy
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