Anzeige


Einzelnen Beitrag anzeigen
Alt 25.02.2008, 12:04   #2   Druckbare Version zeigen
Tino71 Männlich
Moderator
Beiträge: 6.935
Blog-Einträge: 41
AW: Kupfer besser umforbar als Magnesium trotz höheren Schmelzpunkt

Das kann man anhand der verschiedenen Kristallisationstypen erklären. Ganz einfach und bildlich gesprochen, gibt es im Kubischen mehr äquivalente Ebenen, auf denen die Atome leicht aneinander vorbeigleiten können als im Hexagonalen.
Nehmen wir mal an, diejenigen Ebenen, auf denen die Atome am einfachsten gegeneinander verschoben werden könnten, wären diese hexagonal dichtesten Atomschichten, wie man sie aus den Bildern der dichtesten Packungen kennt.
In der hexagonal dichtesten Packung liegen diese senkrecht zur kristallographischen c-Achse. Und nur dort. Das heißt, das Aneinandervorbeigleiten ist nur innerhalb der ab-Ebene leicht, in allen anderen Richtungen schwerer.
In der kubisch dichtesten Packung liegen diese dichtesten Ebenen senkrecht zu allen vier Raumdiagonalen der Elementarzelle vor, es gibt also viermal mehr Möglichkeiten, einfach aneinander vorbeizugleiten als im Hexagonalen.

Ist natürlich nur grob genähert, wahrscheinlich sind die für die mechanische Verformbarkeit wichtigen Ebenen nicht diese hexagonalen Schichten, aber zur Veranschaulichung kann man ja mal so argumentieren...
__________________
Vor dem Gesetz sind alle Katzen grau
Tino71 ist offline   Mit Zitat antworten
 


Anzeige