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Alt 12.02.2008, 22:30   #1   Druckbare Version zeigen
Godwael Männlich
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Blog-Einträge: 12
Neues vom Bor: B-B-Mehrfachbindungen

Borchemie ist ja seit alters her mein Steckenpferd, deswegen bin ich letzte Woche auf ein Paper von David Scheschkewitz in der Angewandten aufmerksam geworden, in dem er ein Paper von Wang et al aus dem letzten Jahr diskutiert (Wang et al., J. Am. Chem. Soc. 129 (2007), 12412). Es beschreibt die Synthese eines Bor-Analogons zum Ethen, und Scheschkewitz diskutiert dessen Eigenschaften.
Eigenschaften ungesättigter Borverbindungen diskutiert auch ein Paper von Li et al., auf das ich ebenfalls kürzlich gestoßen bin. Bei der Arbeit hätte ich mir allerdings einen strengeren peer review gewünscht.
Vom Element Bor sind wegen seiner Neigung zur elektronenarmen Mehrzentrenbindung bislang nur sehr wenige Verbindungen mit einer eindeutigen, elektrisch neutralen Bor-Bor-Mehrfachbindung bekannt. Selbst Doppel- und Dreifachbindungen zu anderen Elementen sind eher selten. Damit ist das Element ein Sonderfall[1] in den Hauptgruppen 3, 4 und 5 (bzw. den Gruppen 13-15).
An dem Problem kochen Chemiker schon seit einer Weile herum. Zum einen natürlich aus Prinzip, andererseits allerdings auch, weil Bor und seine Verbindungen in der organischen Synthese eine gewisse Bedeutung haben. Letztes Jahr ist es also gelungen, dieses ziemlich schwer zugängliche Strukturelement im Labor herzustellen.
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Quelle: Fischblog - Naturwissenschaft und mehr
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