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Alt 05.02.2008, 22:40   #1   Druckbare Version zeigen
Godwael Männlich
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Themenersteller
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Blog-Einträge: 12
Phänotypische Plastizität bei Seepockenpenissen

Vor ein paar Monaten hatte ich beschrieben, wie die sexuelle Selektion Größe und Form der Genitalien bei Enten beeinflusst. In diesem System verändern sich die Geschlechtsteile durch Auslese von Generation zu Generation. Es geht jedoch auch anders, wie aktuelle Forschungen an Seepocken zeigen.
Seepocken sind kleine Krebstierchen mit einem großen Problem: Sie sind am Untergrund festgewachsen, trotzdem erfordert ihre Fortpflanzung, dass sie mit einem Geschlechtspartner kopulieren. Aber wie?
Die Natur löst dieses Problem elegant, indem sie die Seepocken überdurchschnittlich gut ausstattet: Der Seepockenpenis ist bis zu acht mal so lang wie das Tier selbst[1] und damit – relativ zur Körpergröße – der größte im gesamten Tierreich. Das reicht allemal, um einen Artgenossen im näheren Umkreis zu begatten, zumal Seepocken hermaphroditisch sind[2], also alle Nachbarn als Partner in Frage kommen.
Nun ergibt sich allerdings eine weitere kleine Schwierigkeit, nämlich die Strömung. In der Brandungszone, wo Seepocken leben, strömt das Wasser äußerst turbulent und mit Geschwindigkeiten bis zu 20 Metern pro Sekunde. Das macht das Einlochen auf Distanz ein bisschen kompliziert.
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Quelle: Fischblog - Naturwissenschaft und mehr
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