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Alt 29.01.2008, 09:40   #11   Druckbare Version zeigen
bahrmann  
Mitglied
Beiträge: 40
AW: Elementkorrelationen Sb/Pb/Al in Sediment

Zitat:
Zitat von ricinus Beitrag anzeigen
Das ist keine dumme Idee. Die Korrelation Al/Sb wäre demnach eine Art "Sortierungsartefakt" ? Nur wie kann ich das weiter ergründen ?
lg
Also ich habe in Bachsedimenten (Bohrkerne) und auch in Böden (Kolluvien) schon oft sehr kleinräumige/feingliedrige Sortierungen gesehen.
Aber wenn es in deinem Bach nur sehr wenig Sediment gibt, ist eine optische Einordnung kaum möglich.
Keine Ahnung wie viel Zeit und welche Mittel/Möglichkeiten du für dieses Projekt hast. Aber mir würden 2 unterschiedliche Ansätze einfallen, die auch noch in andere Richtungen ausbaufähig wären.
1) Der analytische Ansatz: Wenn du zu wenig Material für eine normale Korngrößenanalyse per Sediementationsanalyse (Köhn) hast, könntest du eine Probe wenigstens unter dem Bino sortieren. Ich würde nach Größe und nach Aussehen/Farbe usw. sortieren. So was machen unsere Präparatoren manchmal für Schwermineralanalytik. Reine Geduldsfrage. Sturheit siegt!
Die gewonnenen Fraktionen könntest du wieder chemisch analysieren bzw. sie vorher mineralogisch ansprechen.
2) Der experimentelle Ansatz: Funktioniert nur wenn du offiziellen Zugang zu dem Bach hast. Du könntest an geeigneter Stelle den Bach absperren bzw. umleiten um im Bachbett einen richtigen Aufschluss anzulegen. Da kannst du dann alles ansprechen und umfangreich beproben.
Mit etwas weniger baulichem Aufwand aber mehr Zeiteinsatz könntest du an einer Stelle parallel zum Bach eine Sedimentationsstrecke aufbauen. Du leitest ein Teil des Wasser aus und lässt es durch einen künstlichen Kanal laufen. Am Boden kannst du ein Riffelbrett o. ä. anbringen um Sediemntfraktionen zu sammeln. Am Ende kannst du ein ruhiges Sedimentationsbecken anbringen um die Feinfraktion zu gewinnen. Den Überlauf kann man nochmal durch großflächige Papierfilter leiten. Auch hier würde ich die gewonnenen Fraktionen zunächst optisch/mineralogisch ansprechen und danach aufschließen und analysieren.

Für alle Proben, egal wie sie gewonnen wurden, wäre natürlich auch eine Röntgendiffraktometrie gut, um mehr über die Tonminerale zu erfahren. Aber ich glaube das hatten wir schon mal. Du hast keinen Zugang zu Xdiff, oder?

Peter
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