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Alt 28.01.2008, 17:26   #9   Druckbare Version zeigen
bahrmann  
Mitglied
Beiträge: 40
AW: Elementkorrelationen Sb/Pb/Al in Sediment

Zitat:
Zitat von ricinus Beitrag anzeigen
Ja, es gibt zwei Wertepaare, die nicht in die Korrelation passen. Das ist zum einen das Sediment aus dem Entwässerungsstollen der Mine selbst. Das fällt aus dem Rahmen, weil die Antimonkonzentration mit 25 ppm sehr hoch ist, und die Al Konzentration besonders niedrig ist (275 ppm). Zum anderen das Sediment aus dem Bach, den das Grubenwasser nach dem Verlassen des Stollens bildet und der durch ein kleines Waldstück fliesst und nach ca 200 m in einen anderen Bach mündet. Dieses Sediment hat immerhin noch 5.8 ppm Sb und 1110 ppm Al.
Beide anomale Sedimente haben also "zuviel" Sb um in die Korrelation zu passen.
OK, mit der Begründung kannst du diese Werte aus der Berechnung nehmen. Damit wärst du dann bei r2=1,0 ?
Zitat:
Zitat von ricinus Beitrag anzeigen
Das heisst, du gehst davon aus, dass sich regelrechte Al Mineralspecies (mit Einbau von Sb) bilden ? Warum wird dann Sb quasi selektiv in die Al-Minerale eingebaut und nicht in Fe oder Mn Species ? Meines Wissens nach ist die Affinität von kolloidalen Fe und Mn Oxidhydraten für Sb grösser als die von Al.
Wenn du das so in der Literatur gefunden hast, werde ich das nicht anzweifeln.

Du hast bisher nicht verraten, wie viel Fe und Mn du in deinen Proben hast (oder ich habe es überlesen). Wenn Al einfach einfach dominiert?
Bei Bodenproben bin ich mir sicher, dass die Mobilität und Verfügbarkeit von Mn bis heute nicht richtig geklärt ist. Die üblichen Abhängikeiten von Korngrößenzusammensatzung, pH-Wert und anderen Haupt- und Spurenbestandteilen funktioniert ziemlich häufig nicht. Wir vermuten, dass ein großer Teil des Mn in organischen Bindungen vorliegt. Diese werden von unseren Extraktionsmethoden zwar ganz gut erfasst, verhalten sich bodenchemisch aber total anders. Wir vermuten einen ziemlich kompakten Kreislauf vom Wurzelraum in die Pflanzen und über die Streu zurück in den mineralischen Oberboden.
Ich habe keine Vorstellung in welcher Form Mn (und auch Fe) in deinem Bach vorliegt, zu dem Zeitpunkt in dem es mit dem Sb in Kontakt kommt.
Hast du denn eine Vorstellung oder Vermutung wo die Kontamination des Sediments mit dem Sb erfolgt? Geschieht dies unmittelbar im Wasser (wie ich es mir mit dem Al vorstelle) oder geschieht das erst später auf dem Bachgrund, wenn das Sediment zum Liegen gekommen ist?
Dabei kommt mir eine Idee: Du hast kolloidale Verteilung ins Spiel gebracht. Und du sagtest, dass es schwierig ist überhaupt Sediment zu finden. Kann es sein, dass der Bach durch seine Fließgeschwindigkeit eine starke Sortierung nach spez. Gewicht vornimmt? Dann hätten die typischen Al-haltigen Partikel des Bachs die selbe Dichte bzw. die selbe Korngröße wie die eingeleiteten Sb-haltigen Partikel bzw. die Partikel, die aus dem basischen Sb-Wasser ausfallen. Nur so'ne Idee.

Peter
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