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Alt 28.01.2008, 16:47   #8   Druckbare Version zeigen
ricinus Männlich
Moderator
Themenersteller
Beiträge: 23.861
AW: Elementkorrelationen Sb/Pb/Al in Sediment

Zitat:
Zitat von bahrmann Beitrag anzeigen
Kannst du mal nicht so gut korrelierenden Wertepaare raussuchen? Welche sind das? Solche mit besonders hohen/niedrigen Al-Werten? Oder das gleiche mit Sb?
Ich will damit sagen, auch eine negative Korrelation könnte Hinweise geben.
Ja, es gibt zwei Wertepaare, die nicht in die Korrelation passen. Das ist zum einen das Sediment aus dem Entwässerungsstollen der Mine selbst. Das fällt aus dem Rahmen, weil die Antimonkonzentration mit 25 ppm sehr hoch ist, und die Al Konzentration besonders niedrig ist (275 ppm). Zum anderen das Sediment aus dem Bach, den das Grubenwasser nach dem Verlassen des Stollens bildet und der durch ein kleines Waldstück fliesst und nach ca 200 m in einen anderen Bach mündet. Dieses Sediment hat immerhin noch 5.8 ppm Sb und 1110 ppm Al.
Beide anomale Sedimente haben also "zuviel" Sb um in die Korrelation zu passen.
Zitat:
Also da kommt wieder meine Idee mit dem Al-Verhalten in einem schnell fließenden Bach ins Spiel. Ich vermute, der Bach ist soweit pH-neutral bis leicht sauer und er hat eine gute Sättigung mit Luft. Wenn er schnell fließt, hat er neben gelösten Ionen auch eine Menge Schwebfracht. Bei genug Energie kann das auch das komplette Sedimentspektrum sein. Das Spektrum wird nahezu perfekt homogenisiert und dispergiert vorliegen.
Wenn nun leicht basisches Grubenwasser eingeleitet wird, können dadurch alle möglichen Al-Verbindungen (Al-Hydroxy-Komplexe, Si-Al-Tonminerale) reagieren. Das Al reagiert dabei immer deutlich schneller als das Silicat. Nach ein paar Metern sinkt der pH-Wert wieder auf normales Bachniveau und es bilden sich wieder die im leicht saueren typischen Si-Al-Ca-Mg-AlOH-AlO Minerale (so was wie Vermiculit). Und darein kann man auch ein paar Sb-Ionen einbauen, wenn sie nur punktuell in ausreichender Konzentration vorliegen. Und genau diese Verbindungen wird dein Stufen-Extraktionsverfahren auch sehr gut aufschließen.
Das heisst, du gehst davon aus, dass sich regelrechte Al Mineralspecies (mit Einbau von Sb) bilden ? Warum wird dann Sb quasi selektiv in die Al-Minerale eingebaut und nicht in Fe oder Mn Species ? Meines Wissens nach ist die Affinität von kolloidalen Fe und Mn Oxidhydraten für Sb grösser als die von Al.

lg
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"Old geochemists never die, they merely reach equilibrium." (Antonio C. Lasaga ?)
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