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Alt 28.01.2008, 13:24   #6   Druckbare Version zeigen
bahrmann  
Mitglied
Beiträge: 40
AW: Elementkorrelationen Sb/Pb/Al in Sediment

Zitat:
Zitat von ricinus Beitrag anzeigen
Sb Gehalte im Sediment 0.x bis max. 5 ppm. Ich habe einen ausgedehnten Literaturvergleich gemacht, mit meinen Gehalten liege ich im unteren Bereich für kontaminierte Sedimente.
Sehe ich auch so.

Zitat:
Zitat von ricinus Beitrag anzeigen
Die Al Gehalte streuen von ein paar hundert bis zu über 2000 ppm.
Das ist auch soweit normal. Ohne die Geologie zu kennen, kann ich dazu nichts sagen.

Zitat:
Zitat von ricinus Beitrag anzeigen
Die Korrelation Sb:Al ist wirklich sehr deutlich (r ca 0.98)
Kannst du mal nicht so gut korrelierenden Wertepaare raussuchen? Welche sind das? Solche mit besonders hohen/niedrigen Al-Werten? Oder das gleiche mit Sb?
Ich will damit sagen, auch eine negative Korrelation könnte Hinweise geben.

Zitat:
Zitat von ricinus Beitrag anzeigen
Zur Form der Einleitung. Das Grubenabwasser ist sehr leicht basisch mit einem pH zwischen 7 und 8 und ist gut gepuffert und oxisch. Unter diesen Bedingungen überwiegt Sb(V) in Form von [Sb(OH)6]- neben wenig Sb(III) in Form von Sb(OH)3. Der Gesamtgehalt an Sb am Einleitungsort liegt bei 0.5-1 ppm. Der Bach führt allerdings schon flussaufwärts vom Einleitungsort ein wenig Sb (ein paar ppb), wahrscheinlich weil sich die Sb Mineralisation bis ins Einzugsgebiet hin erstreckt und Abraum aus der Mine bis in dieses Gebiet hin verstreut ist.
Also da kommt wieder meine Idee mit dem Al-Verhalten in einem schnell fließenden Bach ins Spiel. Ich vermute, der Bach ist soweit pH-neutral bis leicht sauer und er hat eine gute Sättigung mit Luft. Wenn er schnell fließt, hat er neben gelösten Ionen auch eine Menge Schwebfracht. Bei genug Energie kann das auch das komplette Sedimentspektrum sein. Das Spektrum wird nahezu perfekt homogenisiert und dispergiert vorliegen.
Wenn nun leicht basisches Grubenwasser eingeleitet wird, können dadurch alle möglichen Al-Verbindungen (Al-Hydroxy-Komplexe, Si-Al-Tonminerale) reagieren. Das Al reagiert dabei immer deutlich schneller als das Silicat. Nach ein paar Metern sinkt der pH-Wert wieder auf normales Bachniveau und es bilden sich wieder die im leicht saueren typischen Si-Al-Ca-Mg-AlOH-AlO Minerale (so was wie Vermiculit). Und darein kann man auch ein paar Sb-Ionen einbauen, wenn sie nur punktuell in ausreichender Konzentration vorliegen. Und genau diese Verbindungen wird dein Stufen-Extraktionsverfahren auch sehr gut aufschließen.

Peter
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