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Alt 28.01.2008, 12:13   #4   Druckbare Version zeigen
ricinus Männlich
Moderator
Themenersteller
Beiträge: 23.862
AW: Elementkorrelationen Sb/Pb/Al in Sediment

Korngrössenanalyse u dgl fällt leider flach, weil nur sehr sehr wenig Material zu finden ist. Es handelt sich um Bäche mit starkem Gefälle, die sehr schnell fliessen. Daher wurde für die Extrakion die gesamte Fraktion unter 0,5 mm genommen. Das angewandte Schema ist das der BCR Extraktion (1. Fraktion Essigsäure, 2. Fraktion Hydroxylammoniumchlorid, 3.Fraktion H2O2, die 4. (Residual-)Fraktion wurde nur ausgewogen und aufbewahrt, aber nicht weiter analysiert). Die Gehalte, die für die Korrelation herangezogen worden sind, sind die Summen aus den 3 Fraktionen. Sowohl Sb als auch Al sind zum allergrössten Teil in der Fraktion 2 angereichert. Die Sb Gehalte in den einzelnen Fraktionen wurden polarographisch bestimmt, die Al Gehalte mittels ICP.
Sb Gehalte im Sediment 0.x bis max. 5 ppm. Ich habe einen ausgedehnten Literaturvergleich gemacht, mit meinen Gehalten liege ich im unteren Bereich für kontaminierte Sedimente. Die Al Gehalte streuen von ein paar hundert bis zu über 2000 ppm.

Die Korrelation Sb:Al ist wirklich sehr deutlich (r ca 0.98)

Zur Form der Einleitung. Das Grubenabwasser ist sehr leicht basisch mit einem pH zwischen 7 und 8 und ist gut gepuffert und oxisch. Unter diesen Bedingungen überwiegt Sb(V) in Form von [Sb(OH)6]- neben wenig Sb(III) in Form von Sb(OH)3. Der Gesamtgehalt an Sb am Einleitungsort liegt bei 0.5-1 ppm. Der Bach führt allerdings schon flussaufwärts vom Einleitungsort ein wenig Sb (ein paar ppb), wahrscheinlich weil sich die Sb Mineralisation bis ins Einzugsgebiet hin erstreckt und Abraum aus der Mine bis in dieses Gebiet hin verstreut ist.
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"Old geochemists never die, they merely reach equilibrium." (Antonio C. Lasaga ?)

Geändert von ricinus (28.01.2008 um 12:31 Uhr)
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