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Alt 26.01.2008, 18:22   #4   Druckbare Version zeigen
zarathustra Männlich
Moderator
Beiträge: 11.539
AW: Trinkwasserversuche?

In welchem Fach schreibst Du die Arbeit überhaupt - Chemie oder Biologie?
Zitat:
Zitat von rooty17 Beitrag anzeigen
Selbstverständlich kann man hierbei nicht mit Mikroorganisme arbeiten
Warum nicht? Aufgrund dieser Aussage unterstelle ich Dir mal, dass Du Dich nicht so richtig mit Mikrobiologie befasst hast und Mikroorganismen erstmal generell als pathogen ansiehst. Dabei sind nur wenige Mikroorganismen wirkliche Krankheitserreger.

Wenn Deine Facharbeit in Biologie ist, kannst Du z.B. verschiedene Mikroorganismen aus den biologischen Stufen mikroskopieren. Oder Du könntest Bakteriophagen nacheisen.

Zitat:
aber ich hab Experimente mit Aktivkohlefiltern gehört
Bei der Simulation stellt sich mir die Frage, was Du da genau machen willst. Du möchtest doch Prozesse in der Kläranlage simulieren und Aktivkohle-Filter verwendet man dort nicht. Also müsstest Du Dich mal fragen, welche Prozesse überhaupt stattfinden und was simulierbar ist.
Für eine Simulation machen nur mechanische Verfahren wie Rechen, Sandfang und Vorklärbecken meiner Meinung nach nicht viel Sinn. Dann müsstest Du Dich halt auf die biologischen Verfahren konzentrieren, da die chemischen Verfahren auch nicht geügend Material nicht für eine Facharbeit bieten.

Um überhaupt ausreichend Versuche zu haben, musst Du Dich entweder nur auf die Mikroorganismen stürzen, oder Du versuchst eine komplette Simulation. Wovon willst Du ausgehen? Du brauchst ein zu klärendes Gemisch mit anorganischem und organischem Material, da ist Kreativität gefragt. Ich würde vielleicht Gemüse wie Lauch und Blumenkohl (organisches Material) mit ein bisschen Brühe (Salze) aufkochen und mit dem Pürierstab bearbeiten. Da haste hoffentlich noch ordentlich unlösliches Fasermaterial drin. Dazu kommt etwas Erde, damit sich der Sandfang auch lohnt. Vielleicht findest Du auch noch eine gute Quelle für Proteine und ein bisschen freien Zucker. Das würde ich im Maßstab von 1-2 Litern ansetzen.

Diese Mischung gilt es zu reinigen. Als erstmal mechanische Trennung über ein Sieb oder vielleicht durch Verbandsmull filtrieren. Dann haste hoffentlich noch ein bisschen feine Erde drin, die Du absetzen lassen kannst, Lösung abdekantieren (Sandfang, Vorklärung).

Für die biologische Reinigung musst Du vorher in einer Kläranlage nach etwas Belebtschlamm fragen und den zu Deiner mechanisch gereinigten "Brühe" zugeben. Wie Du es genau machen willst, musst Du Dir überlegen, aber da solltest Du jetzt Luft oder Sauerstoff durchblubbern lassen. Endweder eine Pumpe nehmen und Luft durchziehen / durchpumpen, oder eine Sauerstoff-Flasche verwenden und Sauerstoff durchperlen lassen. Da das Zeug ein paar Tage stehen wird, würde ich das unter dem Abzug aufbauen. In dem Schritt soll ja organisches Material abgebaut werden und u.a. Nitrat und Phosphat entstehen. Die letzteren beiden kannst Du entweder mit Teststreifen oder - besser - fotometrisch nachweisen. Ansonsten wäre die messung von Größn wie dem Chemische Sauerstoffbedarf (CSB) oder dem BSB auf jeden Fall angebracht.

Anschließend kannst Du chemische Fällungen machen usw.

Sei bei sowas einfach mal kreativ, einfach nur irgendwelche Versuche aus Vorschriften nachzumachen ist für Deine Simulation nur langweilig...

Gruß,
Zarathustra
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Ich habe zwar auch keine Lösung, aber ich bewundere das Problem!
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