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Alt 26.01.2008, 10:11   #1   Druckbare Version zeigen
benhouzer  
Mitglied
Themenersteller
Beiträge: 2
Wie lange braucht Quecksilber zum verdampfen?

Mir ist gestern im Schlafzimmer auf dem PArkett ein Fieberthermometer gebrochen.
Hab dann erst mal alle Quecksilbertröpfchen aufgesammelt so gut es ging und mit dem Staubsauger gesaugt.
Hab dann im Internet gelesen, dass vergessene Quecksilbertröpfchen noch monatelang verdampfen können.
Das Zimmer hat etwa 30m^3 Volumen und ist recht gut belüftet.

Realistisch gesehen, wie lange bräuchte ein HG Kügelchen vom Volumen eines Wassertropfens unter Zimmertemperatur zu verdampfen?


Habe in einem anderen Forum folgendes gefunden:
Zitat:
Bei Zimmertemperatur hat Hg einen Dampfdruck von rund 0,2 Pa und die mittlere Geschwindigkeit der Teilchen beträgt im Dampf beträgt rund 157 m/s. Das entspricht einem Massestrom von 0,00127 kg/m²s. Die Oberfläche eines Quecksilbertropfens der Masse m beträgt

A = (4·π·m²/ρ²)(1/3) = 0,0085 m²/kg(2/3) · m(2/3)

Das führt zur Differentialgleichung

dm/dt = - 10-5 kg(1/3)/s · m(2/3)

Trennung der Variablen und Normierung mit m(0)=m0 führt zu

m(1/3) = m0(1/3) - 3·10-5 kg(1/3)/s · t

Die Zeit bis zur vollständigen Verdampfung beträgt also

t0 = m0(1/3) / 3·10-5 kg(1/3)/s

Wenn man also einen 1mm großen Quecksilbertropfen liegen läßt, dann kann das Ding unter idealen Bedingungen in einer guten halben Stunde verdunsten. Solche idealen Bedingungen wird man zwar nicht haben, weil die Tropfen sich in irgendwelchen Ritzen verstecken werden, in denen der Gasaustausch behindert wird, aber eine monatelange Exposition ist maßlos übertrieben. Mehr als eine Woche gebe ich einem solchen Tropfen nicht.

Nun wollen wir mal sehen, mit welchen Risiken dabei zu rechnen ist:

Mit akuten Vergiftungen ist ab einer Konzentration von 29 mg/m³ bei einer Expositionszeit von 30 Stunden zu rechnen. In einem 5x5 m² großen Zimmer müßte man da schon 1,8g Hg verdampfen - und zwar ohen zu lüften. Das wäre der komplette Inhalt des Thermometers.

Der MAK-Wert liegt natürlich deutlich niedriger, aber für die 0,08 mg/m³ bräuchte man auch noch 5 mg um den Grenzwert im obigen Zimmer zu überschreiten. Wenn das Quecksilber tatsächlich ein einem Zeitraum von einem Jahr verdampfen würde, dann bräuchte man bei täglichen Lüften ebenfalls 1,8g um den Grenzwert zu überschreiten. Eine solche Menge wäre aber kaum zu übersehen, es sei denn man kümmert sich nicht um das zerbrochene Thermometer.
Quelle: http://www.wer-weiss-was.de/theme51/article1929542.html


Bitte eure Meiung dazu, muss ich mir Sorgen machen, es handelt sich nun mal um mein Schlafzimmer und verbringe demzufolge mehrere Stunden in diesem Raum.
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