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Alt 26.01.2008, 01:08   #2   Druckbare Version zeigen
toasd  
Mitglied
Beiträge: 50
AW: Fragen zur Wissenslückenschließung

also ich versuch mal mein bestes

1. Beim Aufstellen einer Lewis-Formel werden normalerweise alle Valenzelektronen aller Atome zusammengezählt und durch zwei geteilt. das ist dann die Zahl der Elektronenpaare, die so im Molekül verteilt werden, dass für jedes Atom möglichst das Oktett erfüllt ist. Sollte beim Teilen durch zwei keine gerade Zahl rauskommen, liegt ein Radikal vor, das dann "als Punkt" gezeichnet wird. Positive oder negative Ladungen kommen durch die Summe aller Formalladungen zustande (weißt du wie das geht?).

2. Die VB-Methode geht von lokalisierten Bindungen (also Bindungen zwischen zwei Atomen und freie Elektronenpaare). bei der MO-Theorie wird von Orbitalen als stehende Wellen ausgegangen, die miteinander linearkombiniert, sozusagen "vermischt" werden. Die Molekülorbitale sind über alle Atome des Moleküls verteilt, es wird praktisch die Wechselwirkung aller Atomorbitale untereinander untersucht

3. nein, Silber kann z.b. in einer Redoxreaktion zu Ag+ oxidiert werden.

4. im Prinzip müssen die Elektronen erst angeregt werden (Promotion), damit es zur Bildung der Hybridorbitale kommt. Die Energie wird aber prinzipiell durch die "freiwerdende" Energie (ernergieärmeren Zustand) der entstehenden Bindung geliefert

5. Oxidationsstufen der Übergangsmetalle, bei denen leere, halbbesetzte oder vollbesetzte d-Niveaus erreicht werden, bilden sich bevorzugt. dabei muss aber auch das äußerste s-orbital mit berücksichtigt werden. außerdem gibts hierbei einige Ausnahmen

6. damit wird wohl gemeint sein, dass zusätzliches Fällungsreagenz hinzugefügt werden soll, um zu sehen, ob noch eine weitere Fällung stattfindet

7. Es gibt wenige Ausnahmen, die häufig bevorzugt ein Sextett bilden (z.b. Aluminium, Bor)

8. wie meinst du das?

9. in wässriger Lösung wird immer mit Oxonium- und Hydroxidionen ausgeglichen.
Redoxreaktionen können aber auch in neutraler Lösung stattfinden (ph-unabhängig), oder in Schmelzen (z.b. Carbonatschmelzen: Ausgleich durch {CO3^{2-}} & CO2)

10. hier handelt es sich um das Peroxodisulfat-Ion, das durch Oxidation aus zwei Sulfat-Ionen entsteht. Im Molekül liegt eine O-O-Brücke (Peroxid) vor, bei der der Sauerstoff die Oxidationszahl +1 hat. Der Schwefel liegt somit in der Oxidationszahl +6 vor (die maximale Ox-stufe entspricht übrigens der Hauptgruppennummer, +7 ist beim Schwefel also keinesfalls möglich)

11. Vorhersagen kann man prinzipiell nur für Redoxreaktionen treffen. Hier reduziert die Verbindung mit dem negativeren Potential diejenige mit dem positiverem Potential.
Ansonsten gibt es nur einige Faustregeln, z.b. reagieren fast alle Metalle mit Sauerstoff zu Oxiden (Ausnahme: Alkalimetalle: teilw. Peroxide, Hyperoxide). von solchen Faustregeln sind mir aber nur wenige bekannt.
Ich denke, dass man viele einfach auswendig lernen muss

12. http://de.wikipedia.org/wiki/Knochen
-> Feinbau der Knochen

edit: eigentlich hat der laborleiter recht, aus eigene Lösungsansätzen lernst du am meisten (mir gehts selbst so )

lg

Geändert von toasd (26.01.2008 um 01:25 Uhr)
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